Nicht, dass ich immer das letzte Wort haben muss. Mein allerletzter Eintrag ist im Auftrag der Redaktion:
Weltjugendtag und Weblog sind zwar offiziell beendet, aber unser Internettagebuch ist selbstverständlich weiterhin online nachzulesen. Kommentare sind nicht mehr möglich. Wie Sie den Weltjugendtag erlebt haben, können Sie gerne weiter in unserem
Forum schildern und mit anderen Usern diskutieren!
Zum SeitenanfangMein größter Dank geht an die Pilger! Das bunte Treiben, die fröhlichen Gesänge und die heiter-freundliche Atmosphäre werden mir fehlen. All das war ansteckend und ich hoffe, dieser "WJT-Virus" hält sich noch lange in der Stadt. Die schönste Erfahrung der letzten Tage war: Hunderttausende, sogar eine Million Menschen können zusammen kommen und friedlich miteinander feiern. Ja, selbst nach dieser heftigen
Nacht auf dem Marienfeld ist euch die gute Laune nicht vergangen. Und auch die Freundlichkeit und Achtsamkeit im Umgang miteinander nicht. Mitten im Gedränge war immer noch Zeit für ein "Scusi, Sorry, Tschuldigung". Ich bin wirklich dankbar "für alles Frohe, Helle und für die Musik". Und ich bin auch all denen dankbar, die unser Blog verfolgt und mitdiskutiert haben. Das viele Lob war übrigens wie eine Vitaminspritze und hat enorm motiviert!
Und auch das ist eine Erfahrung
meiner katholischen Kindheit: Dankbarkeit kann man nicht nur singen, sondern auch entzünden. Die christliche
"Wachsbotschaft" kann Fürbitte oder auch Dank ausdrücken. Darum habe ich
gestern vor den Toren des Marienfelds extra noch eine Benedikt-Kerze gekauft. Damit hier in unserem Weblog auch mal
der aktuelle Papst (er)scheint.

Zwischen all den vielen, bunten Eindrücken und den Begegnungen ist leider eins zu kurz gekommen: Das intensivere, längere Gespräch mit den Pilgern. Denn ganz verstanden habe ich euch immer noch nicht. Ja, zeitweise fühlte ich mich wie in einer Zeitmaschine im Rückwärtsgang: Viele von euch kämpfen für das, wogegen die Generation eurer Eltern und Großeltern rebelliert hat! Zum Beispiel für ein Verbot von Kondomen. Ich persönlich glaube nicht, dass die "christliche Treue" die Antwort auf das Problem von Millionen HIV-Infizierten weltweit ist. Ich wünsche mir Veränderungen in der katholischen Kirche: Es wär doch schon ein Fortschritt, wenn bei einem Weltjugendtag, an dem auch viele nicht-katholische christliche Gruppen teilnehmen, alle die Kommunion empfangen. Toll fände ich auch, wenn eine verheiratete katholische Priesterin ein Schwulen- oder Lesbenpaar trauen könnte. Ob ich das noch erlebe, weiß ich allerdings nicht. Aber ich will die Hoffnung nicht aufgeben. Ich werde die Kerze noch was brennen lassen…
Nach allen Befragungen auf dem Marienfeld (für irgendwas musste man die lange Wartezeit und die grosse Zahl von Pilgern ja nutzen ;) ) zu urteilen, wären die meisten Jugendlichen DAMIT sogar einverstanden:
"Es wär doch schon ein Fortschritt, wenn bei einem Weltjugendtag, an dem auch viele nicht-katholische christliche Gruppen teilnehmen, alle die Kommunion empfangen."
Das fände auch ICH in Ordnung. Mit Frauen als kath. Priesterinnen, sogar bis hin zur Päpstin hätte ich kein Problem. Sie sollen aber nicht unbedingt Homosexuelle trauen müssen. (; DAS wiederum sahen die meisten der anwesenden jungen Gläubigen auch so. :)
Magnus am 22.08.05 12:33
Vielen Dank für die obige "repräsentative" Untersuchung! Ich wage es, eine abweichende Meinung zu äußern: Alle lesbischen und schwulen Paare, die Wert darauf legen, sollten ebenso wie heterosexuelle Paare das Recht haben, sich kirchlich trauen zu lassen. Homophobie verträgt sich weder mit den Botschaften unseres christlichen Gottes noch mit Artikel 3 unserer Verfassung. Da liegt bis zur völligen Gleichstellung in Kirche und Staat noche ein weiter Weg vor uns.
Was ich aber eigentlich sagen wollte: Liebe BloggerInnen, es hat einen Riesenspaß mit euch gemacht! Ich muss es euch noch mal ins Blog schreiben! Denn ich bin ganz gerührt von euren Dankesworten an uns KommentatorInnen...
Bis demnäxt und jetzt: Raus! An die frische Luft!
WJT-Blog-Süchtige am 22.08.05 13:08
Hat Spass gemacht hier die letzten Tage mitzulesen :-) Und damit das Warten bis 2008 nicht zu lang wird könnt ihr ja 2007 von hier bloggen [url]http://www.kirchentag.de/index.php?id=638&no_cache=1[/url]
liegt ja wieder quasi vor der Haustür ;-)
Birgit am 22.08.05 13:10
Hi Sabine,
Sie schreiben: "Toll fände ich auch, wenn eine verheiratete katholische Priesterin ein Schwulen- oder Lesbenpaar trauen könnte."
Vielleicht wäre das wirklich toll, aber wäre es noch katholisch? Ich denke nein!
Soviel von einem Nicht-Katholiken, der gerade die stringente Konsequenz Benedikt XVI. bewundernswert findet.
Mario Scheuermann am 22.08.05 13:27
Es ist Vollbracht. Nach dem WJT ist immer vor dem WJT.
Danke für die inneren Eindrücke. Eine Frage hab' ich dennoch. Die Schrittfolge bei dem "Tanz der Jugend" im Kreis, ist das ein Teil des catalanischen Sardana ? Traditionspflege ? Konservatimismus ?
Wolli Wutz am 22.08.05 13:51
Mehr zum Thema Lesben und Schwule in der Kirche / beim WJT gibt es hier:
http://typo3.lsvd.de/332.0.html?&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=961&tx_ttnews[backPid]=221
und hier:
http://www.huk.org/index_d.htm
Erbauliche Lektüre wünscht die
WJT-Blog-Süchtige am 22.08.05 13:58
Schließe mich der Einschätzung von Mario an. All das gibt's in anderen Denominationen bereits: und gehen die Leute deswegen mehr in die Kirche? Nein. Und geht es denn nicht darum, dass die Leute an Jesus Christus glauben - wie auch Benedikt in seiner strikt auf Glaubensthemen fokussierenden Predigt in der Abschlussmesse gezeigt hat?
Mehr zur Frauenordination übrigens im meinem Blog:
http://lumendelumine.blogspot.com/2005/04/frauenordination.html
Petra am 22.08.05 14:26
Der Artikel 3 unserer Verfassung verlangt keine "völlige Gleichstellung" in der Kirche (das kann er gar nicht, denn Grundrechte verpflichten grundsätzlich nur den Staat). Gerade die Trennung von Kirche und Staat garantiert, dass eine Religionsgemeinschaft keine staatliche Aufsicht fürchten muss und ihre Angelegenheiten selbständig ordnen und verwalten kann. Sie muss dies allerdings in den Schranken des für alle geltenden Gesetzes tun.
Eisbär am 22.08.05 15:06
@Eisbär
Ich hatte ja auch geschrieben "völlige Gleichstellung in Kirche und Staat". Der Artikel 3 bezieht sich auf den Staat, die Botschaften des christlichen Gottes auf die Kirche! Ich fände übrigens die völlige Trennung von Kirche und Staat sehr gut! Faktisch haben wir die leider nicht. Der Staat zieht für die Kirche Steuern ein und die Kirche erhält darüber hinaus vom Staat weitere zahlreiche finanzielle Vergünstigungen. Könnte meinetwegen alles abgeschafft werden. Dann hätten wir das endlich sauber getrennt und der Glaube wäre tatsächlich nur noch die Sache jedeS EinzelneN.
WJT-Blog-Süchtige am 22.08.05 15:23
"Alle lesbischen und schwulen Paare, die Wert darauf legen, sollten ebenso wie heterosexuelle Paare das Recht haben, sich kirchlich trauen zu lassen. Homophobie verträgt sich weder mit den Botschaften unseres christlichen Gottes noch mit Artikel 3 unserer Verfassung."
Sie benutzen die Verfassung um eine Kirchliche Trauung für gleichgeschlechtliche Paare zu fordern, verkennen aber, dass der Staat allenfalls über die Ausgestaltung einer zivilen Trauung Einfluss hat. Aber auch hier werden ihm Grenzen durch den Artikel 6 gesetzt, welcher die Ehe unter den besonderen Schutz des GG stellt.
Finanzielle Vergünstigungen kriegen nicht nur die Kirchen, sondern auch der normale Bürger und Unternehmen. Im unterschied zu diesen, leisten die Kirchen oftmals die Sozialen Funktionen, welche eigentlich dem Staat als Verpflichtung auferlegt worden sind.
Ein weiteres Stichwort in der Sache Geld ist der Reichsdeputationshauptschluss.
Eisbär am 22.08.05 15:39
@Eisbär
Ein letztes Mal: Ich bezog den Art.3 auf die Situation im STAAT und die Botschaften des christlichen Gottes auf die Situation in der KIRCHE! Ich meinte nicht, dass der Staat ein Zugriffsrecht auf die Kirche haben soll. Die Kirche hat ihre eigenen Arbeitsgrundlagen ("die Botschaften des christlichen Gottes"). Umgekehrt sollte die Kirche auch nicht auf den Staat zurückgreifen, um ihre Gelder einzutreiben etc.
Danke
WJT-Blog-Süchtige am 22.08.05 15:49
Danke, dass Sie es auf den Punkt bringen: Sie verstehen die Jugendlichen nicht, die andere Wertvorstellungen haben als, die Sie meinen, dass sie sie haben sollten. So ein Pech aber auch! Nein, die überwältigende Mehrheit dieser Jugendlichen hat nichts am Hut mit den Themen, die Sie und Ihre Kollegen permanent meinten, ihnen aufobtroyieren zu müssen. Versuchen Sie doch mal einfach zu glauben, dass es Jugendliche gibt, denen ihr Glaube wichtig und der Papst gluabhaft ist... auch wenn's schwer fällt; Jugenliche, die genau das nicht wollen, was eine Generation älter meint, dass sie wollen sollen: dass nämlich die Kirche ihr Profil aufgibt, ihre Forderungen und ihre Ideale, die ihr diese Kraft geben. Ich habe gestern den Kommentar vom WDR abgeschaltet und mir das unkommentierte FS-Signal reingeholt!
Manuelita am 22.08.05 15:52
Dann haben Sie sich falsch ausgedrückt.
Eisbär am 22.08.05 15:53
@Manuelita
Es gibt Frauen, die Priesterin werden wollen. Es gibt Lesben und Schwule, die sich kirchlich trauen lassen wollen. Es gibt ProtestantInnen, die eine Glaubensgemeinschaft mit den KatholikInnen leben wollen. Was sagen Sie denen?
WJT-Blog-Süchtige am 22.08.05 15:59
"Umgekehrt sollte die Kirche auch nicht auf den Staat zurückgreifen, um ihre Gelder einzutreiben etc."
Denken Sie, dass der Staat das Umsonst macht?
Eisbär am 22.08.05 15:59
Hallo WJT-Süchtige,
Sie haben mich zwar nicht angesprochen, aber ich will eine Antwort versuchen: Das einzige, was Sie diesen Personen aus katholischer Sicht sagen können ist: kehrt um! Die Kirche - weder diese noch eine andere - ist kein Selbstbedienungsladen und die Heilige Eucharistie keine Je-Ka-Mi-Abend. Frauen können doch Priesterinnen werden, halt nur keine katholischen. Es gibt genügend Riten, nach denen sich Schwule und Lesben trauen lassen können. Ein Papst ist aber nunmal kein Zettel, der gleichzeitig Priamus und Thisbe und am liebsten den Löwen auch noch spielen will. Benedikt XVI. konzentriert sich auf den spirituellen Kern der Lehre und das macht ihn stark auch für Menschen wie mich, die die meisten dieser Glaubengrundsätze garnicht teilen. Ich kann aber die Kraft spüren, die davon ausgeht.
Mario Scheuermann am 22.08.05 16:40
"Es gibt Frauen, die Priesterin werden wollen. Es gibt Lesben und Schwule, die sich kirchlich trauen lassen wollen. Es gibt ProtestantInnen, die eine Glaubensgemeinschaft mit den KatholikInnen leben wollen. Was sagen Sie denen?"
Das dies in der Katholischen Kirche nicht möglich ist. Ob sich das eine oder andere ändern wird, werden die nächsten 2000 Jahre zeigen.
Eisbär am 22.08.05 16:46
Dazu vielleicht noch ein paar Sätze von Reimund Neuss aus der Kölnischen Rundschau von heute:
"Kaum ein Ereignis dieses Weltjugendtages war so anrührend wie der Schluss der Vigilfeier: das Niederknien des Papstes vor der Hostie, in der - wie er bei seiner Begrüßung in Köln so schön gesagt hatte - "die Augen des Glaubens die reale Gegenwart des Erlösers der Welt erkennen".
Am Ende der Vigil stand das demütige Schweigen des Papstes. Das war die Konsequenz seiner rationalen Darlegung der Grenzen menschlicher Verfügungsmacht: Wir können uns nicht selbst erlösen. Diese Einsicht hat ihrerseits Folgen. Der Papst ist kein Supermann, der einfach entscheiden könnte, was von ihm gefordert wird - vom Frauenpriestertum bis zur gemeinsamen Eucharistiefeier mit den Protestanten. Über die Gegenwart des Erlösers kann er nicht verfügen. Das mag die ungewöhnliche Art erklären, in der Teilnehmer, die "nicht in voller Gemeinschaft" mit der katholischen Kirche stehen, von der Kommunion förmlich ausgeladen wurden. Ob diese Aktion wirklich unvermeidbar war, darüber lässt sich streiten.
Denn wer wie der Papst rational argumentiert, macht sich kritisierbar. Das unterscheidet die katholische Kirche grundlegend und wohltuend von einer Sekte, deren Lehre und deren Lehrer sich jeder Kritik entziehen. Weltjugendtag und Papstbesuch waren eine Einladung zum Gespräch. Unserem Land täte es gut, wenn sie möglichst oft angenommen würde."
Es geht heute darum einen Dilaog zwischen den Religionen auf gleicher Augenhöhe zu beginnen, nicht darum sich mit Versatzstücken aus unterschiedlichen Religionen eine bequeme Privatreligion zurecht zu basteln.
Mir hat ein Satz aus der Synagogenfeier besonders gut gefallen: Versucht ihr gute Christen zu sein und lasst uns gute Jugend sein. Damit wäre schon viel gewonnen.
Mario Scheuermann am 22.08.05 17:00
Upps!
Das war ein echter Freud´scher Vertipper. Sollte natürlich heissen: Versucht ihr gute Christen zu sein und lasst uns gute Juden sein.
Peinlich, peinlich...
Mario Scheuermann am 22.08.05 17:21
ich möchte euch, liebe blogger, herzlich danken!
wir waren die woche über auf dem wjt und so konnte ich erst heute all eure blog-einträge lesen. sie waren eine schöne möglichkeit nochmal diese gigantische veranstaltung revue passieren zu lassen! der wjt in köln und umgebung war echt ne tolle sache, euer blog hierzu nicht minder gut.
vielen dank für die intensive berichterstattung.
schöne grüße
armin
armin am 22.08.05 20:26
durch einen link im SPIEGEL-forum bin ich auf diesen blog gestoßen. schade, dass ich ihn nicht bereits früher. weit erbaulicher als die streitereien in jenem forum.
die grundlage einer christlichen religion ist die bibel. so sollte es jedenfalls sein. viele regeln, auf die sich der katholizismus stützt u.a. zölibat oder beichte sind nicht biblisch begründet. auch über verhütung steht dort nichts. es sind bei genauerer betrachtung machtinstrumente. sowohl meine frau als auch deren familie sind katholiken, die sogar regelmäßig in die kirche gehen oder gingen. denn erstaunlicherweise sind viele katholiken kaum mit dem inhalt jenes buches vertraut, auf welches sich angeblich ihre religion stützt. nachdem ich meiner frau riet, die bibel zu lesen und sie dies tat, hatte sich für sie das katholizismus erledigt.
interessanterweise greifen kritiker in den medien die katholiken in den punkten an, in denen sie sich an die bibel halten. zu den themen vorehelicher geschlechtsverkehr und homosexualität gibt es auch im "neuen testament" an mehreren stellen ganz klare aussagen. menschen, die derlei praktizieren, werden laut paulus das königreich gottes nicht ererben. warum sollten diese dann auch noch den segen der kirche erhalten? auch zum thema frauenordination bzw. die stellung der frau in der gemeinde hat sich paulus mehrfach geäußert.
das ist das dilemma der katholiken: einerseits vertreten sie selbst gebastelte dogmen und andererseits halten sie an dingen fest, die biblisch begründet sind, aber in heutiger zeit anachronistisch wirken. doch viele jugendliche sehnen sich nach stabilität und regeln die diese vermitteln. und so gesehen ist der katholizismus eine der letzten bastionen, die in zeiten der beliebigkeit und inkonsequenz halt vermittelt. auch, wenn dies meines erachtens nach den preis nicht wert ist.
obwohl ich nur die berichterstattung über den wjt nur per online-medien verfolgte, erfasste mich doch eine große begeisterung über die vielen menschen und den geist, der sie antrieb und sie manche entbehrungen auf sich nehmen ließ. ja, auch als kirchenkritischer mensch, wäre ich gern mit ihnen zusammengewesen.
uwe gundermann am 23.08.05 03:32
"die grundlage einer christlichen religion ist die bibel. so sollte es jedenfalls sein. viele regeln, auf die sich der katholizismus stützt u.a. zölibat oder beichte sind nicht biblisch begründet."
Nein, die Grundlage ist Jesus Christus und der hat weder ein Buch geschrieben, noch dazu aufgerufen. Das Christentum kann sich deshalb nicht allein auf die Bibel gründen. Die ersten Jahrhunderte sind die Christen auch ohne Bibel ausgekommen, weil sie die apostolische Tradition hatten. Genau genommen ist also die Bibel ein Produkt der apostolischen Tradition, deshalb stützt sich der katholische Glaube auf beides - Bibel und Tradition und man kann die Bibel auch nur im Lichte der Tradition interpretieren. Das Christentum ist keine Buchreligion, wie etwa der Islam.
Zölibat und Beichte sind sehr wohl biblisch begründbar. Man bedenke, dass die Apostel alles (!) verlassen haben, sie haben also zölibatär gelebt. Da Bischöfe und Priester Nachfolger der Apostel sind, liegt das zölibatäre Leben nahe, auch wenn es kein Dogma ist. Zur Beichte: Jesus sagt zu seinen Aposteln, dass denjenigen die Sünden vergeben werden, denen sie sie vergeben - diese apostolische Vollmacht zur Sündenvergebung wird in der Beichte verwirklicht.
Manche Kritik wundert mich wirklich. Man kann auch kritisieren, nur um des Kritisierens willen. Hinterfragen tut die Kritik kaum jemand, sie wird meist kritiklos übernommen.
Daquino am 23.08.05 10:17
Auch wenn das Christentum als Ganzes zu den abrahamitischen Religionen zählt (neben Judentum und Islam) ist es nicht primär eine Religion des Buches, sondern die Religion des Neuen Bundes und damit der Erlösung durch Jesus Christus. Ich kann nur jedem, der dies verstehen will, empfehlen die Sonntagspredigt Benedikt XVI. über die Eucharistie zu lesen und zwar egal ob man diese Interpretation bzw. dieses Glauben teilt.
Mario Scheuermann am 23.08.05 11:40
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Wahrscheinlich kennen Sie das Gefühl. Am Morgen danach. Wenn alles weitergeht. Man aber noch etwas Zeit braucht. Bis man wieder vollkommen da ist. Das Erlebte in einer handvoll Zeilen zusammenfassen und adäquat bilanzieren? Unmöglich.

Woodstock auf dem Marienfeld? Zwei Nonnen in meiner Küche? Nicht nur das hätte ich vor einigen Tagen nicht für möglich gehalten. Eine handvoll eigener Vorurteile mussten da zwangsläufig über Bord gehen. Für die Erwachsenentaufe im Rhein reicht es aber nicht. Noch nicht?
Keine Ahnung. Ich muss jetzt aufräumen. Und diesen Ohrwurm loswerden, der mich seit Tagen wahnsinnig macht: "Jesus Christ - you are my life." In diesem Sinne. Danke und bis bald.
Hallo Marcus,
deine Berichterstattung war einfach genial und sehr erfrischend.
Mach weiter so!!!!
Uli und Ulla am 22.08.05 10:39
Das mit der Erwachsenentaufe klappt auch noch; muss ja nicht im Rhein sein. (;
Magnus am 22.08.05 11:02
Marcus,
wir danken Dir für diese tolle Berichterstattung!!!
Ich hab so oft in dieser Woche gedacht, bin ich froh, wenn das alles vorbei ist.
Und jetzt?
Irgendwie fehlt schon was, oder?
Wir werden uns schon dran gewöhnen, wieder über die Domplatte laufen zu können, ohne sich durch eine riesige Pilgermenge quetschen zu müssen, oder in einigermassen pünktlich kommenden Bahnen zu fahren, ohne Pilgergesang.
Wir werden uns wieder dran gewöhnen...
Gruß,
Esther
Esther J. am 22.08.05 11:06
Auch von mir ein herzliches Dankeschön für deine erfrischende Berichterstattung. Hat echt enorm Spaß gemacht, deine Beiträge zu verfolgen.
Tobias am 22.08.05 11:37
Ich schließe mich dem Dank für die lebendigen Berichte an und wünsche Ihnen alles Gute auf der Suche nach Ihrem Weg.
Viel Glück!
Charlie am 22.08.05 12:04
Noch mal ich. Mir ist noch etwas eingefallen: Für Menschen, die in der katholischen Kirche getauft werden wollen gibt es meist nicht den Rhein sondern das "Katechumenat", in der Regel ein Jahr der Vorbereitung auf den christlichen Glauben. Wenn man dann möchte, wird man - am Besten in der Osternacht - getauft, gefirmt und geht zur Eucharistie. Sauberer als der Rhein.
Alles Gute
Charlie am 22.08.05 12:17
Von wegen vorbei!!! Ich sitze hier gerade in Bonn, an mir ziehen unablässig singende Pilger vorbei. Heute nachmittag werden in der Rheinaue wohl noch einmal 70.000 Menschen des Neokatechumalen Weges (hoffe ich habe es richtig geschrieben) zu einem Gottesdienst erwartet...
Yeliena am 22.08.05 12:25
Ich hab zwei Sachen zu sagen:
1. Dieser Blog war geil!!!
2. Was ist Neokatechumalen??
Micha am 22.08.05 13:25
Moin!
Vielen Dank für die Berichterstattung hier. Vor allem als Volunteer in einer Nachbargemeinde war es doch schön zu merken, wie es Köln/Düsseldorf/Bonn so läuft.
Man hat sich bei euren Berichten mittendrin gefühlt.
Zum Ohrwurm: Das Lied kriegt unsere ganze Volunteergruppe die auf dem Marienfeld war nicht mehr aus dem Kopf.
MfG, Mathias
Mathias Siegmund am 22.08.05 13:42
Wir schließen wir uns diesem vielen Dank jetzt auch aus Leipzig an!
Als evangelisch-katholisches Kirchenredakteure-Team beim sächsischen Privatsender RADIO PSR haben wir die Arbeit von Euch Dreien genossen. Nachdem wir bei den Begenungstagen in Leipzig tatsächlich mittendrin waren, haben Eure informativen und erheiternden Einträge uns auch nahe an Köln herangebracht.
Ach ja, und wir beneiden Euch ganz bestimmt nicht um die Open-Air-Abenteuer-Nacht auf dem Marienfeld.
Erholt Euch gut!!
Friederike und Daniel
friederike am 22.08.05 14:00
Hallo,
aufräumen ja das tun wieder die fleissigen Helfer auf dem Marienfeld. Wird das Feld eigentlich so erhalten bleiben? Und passiert mit diesem Blog, bleibt der auch bestehen?
Ich möchte Marcus, Stefan und Sabine danken für die Superzeit hier im Blog.
Dadurch war man dann doch irgendwie mittendrin. Konnte was länger schlafen , obwohl ich nicht direkt auf dem Marienfeld war, war ich müde und ausgelaugt.
Ich wünsche allen alles Gute und hoffe das man sich irgendwann mal wieder liest.
Viele Grüße Nicole
Nicole am 22.08.05 14:01
Hallo,
aufräumen ja das tun wieder die fleissigen Helfer auf dem Marienfeld. Wird das Feld eigentlich so erhalten bleiben? Und passiert mit diesem Blog, bleibt der auch bestehen?
Ich möchte Marcus, Stefan und Sabine danken für die Superzeit hier im Blog.
Dadurch war man dann doch irgendwie mittendrin. Konnte was länger schlafen , obwohl ich nicht direkt auf dem Marienfeld war, war ich müde und ausgelaugt.
Ich wünsche allen alles Gute und hoffe das man sich irgendwann mal wieder liest.
Viele Grüße Nicole
nicole am 22.08.05 14:02
@ Micha
Gemeint ist der "Neokatechumenale Weg" (sorry, Yeliena, beinahe richtig ;-))
- eine katholische Laienbewegung, in den 60er Jahren in den Slums von Madrid gegründet.
Der Name kommt von "Katechumenat", das ist die Vorbereitung auf the Taufe, besonders bei Erwachsenen. Soweit ich weiß, geht´s um einen geistlichen Weg, in dem die Tauferneuerung eine wichtige Rolle spielt.
- gut angesehen in Rom, besonders von JPII, aber wegen ihrer Radikalität nicht unumstritten andererorts.
Sabs am 22.08.05 15:32
Ich muss mich auch sehr zusammenreißen, dass ich 'den' Ohrwurm nicht laut singe.
Lange kein so eingehendes Lied mehr gehabt.
Danke an euch drei!
LG Eresa
Eresa am 22.08.05 15:47
DANKE fuers BLOGGEN! War genial.
Gruss aus Boston, USA.
Dan. am 22.08.05 16:25
@ Sabs
Danke!
Und danke noch mal an euch drei Bloger. Ohne euch hätte ich sehr langweilige Arbeitstage gehabt :-)
Micha am 22.08.05 19:40
Das Neokatechumenat ist eine höchstbedenkliche, durch Intoleranz und Indoktrination geprägte Kirche in der Kirche mit einer teilweise latent sektenhaften Ausrichtung.
"Erst durch die Bewegung werden aus den Pseudo-Christen solche, die sich wie wirkliche Christen verhalten. Auch Menschen, die der Kirche angehören, in ihr mitmachen und am Leben einer Pfarrei teilnehmen, spricht die Bewegung den wahren Glauben ab. Kiko (Anm.: Kiko Arguello, Begründer des NKs) selbst nennt die NK-Gemeinschaften und ihre Mitglieder das Salz der Welt. Die Bewegung und ihre Mitglieder sind auserwählt und zur Rettung der Welt bestimmt."
Mehr sachlche u. seriöse Infos z.B. hier: http://www.relinfo.ch/nk/info.html
Bpunkt am 22.08.05 20:17
btw fast untergegangen: Wirklich eine tolle Dokumentation der WJT-Blog! Vielen, herzlichen Dank an die drei Blogger für unzählige kritische, lustige, reflektierende, sentimentale, kontroverse, fromme, traurige, ironische, spirituelle und was weiß ich noch Momentaufnahmen!
P.S.: Hoffentlich wird der Blog bis zum nächsten Grimme Online Award nicht ganz vergessen!
Bpunkt am 22.08.05 20:32
Lieber Marcus,
DANKE!
Du hast mir die letzten Tage sehr berreichert.
Gruß von einer aus Paderborn, die den letzten Papst dort nicht gesehen hat!
Susanne
Susanne am 22.08.05 22:55
Danke für euer Bloggen.
Eure Beiträäge war von Anfang an interessant eure Blogges zu lesen
Und unter Kollegen:"Ihr wart Spitze"
Ichbin auch einer eurer Zunft aber nur Bildjournalist.
Bilder vom Weltjugendtag findet ihr unter www.partyfans.com
Blog unter: "http://board.partyfans.com/index.php?act=SF&f=11"
Christan ausem Schwabenländle am 23.08.05 01:51
Leider konnte ich auf den Weltjugendtagen in Köln arbeitsbedingt nicht teilnehmen. Aber durch diesen Blog hatte ich irgendwie das Gefühl ein wenig anwesend zu sein. Überhaupt habe ich erstmals in meinem Leben regelmäßig einen Blog gelesen. Tolle Sache!
Vielen Dank an die drei Blogger Marcus, Sabine und Stefan. Euer Blog war sehr lesenswert.
Viele Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück
Markus am 23.08.05 09:18
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Zum SeitenanfangExtra wegen Ihnen bin ich noch mal zum Erzbischöflichen Haus gekommen, stand freiwillig ein letztes Mal im Papststau. Warum? Weil ich beim ganzen Bloggen in den letzten Tagen vergessen habe, "danke" zu sagen.
Sie mögen zwar ein konservativer Knochen sein, und als Modernisierer der katholischen Kirche werden sie vermutlich auch nicht in die Geschichte eingehen. Aber wenn ich so brennende Themen wie katholische Sexualmoral, Frauen im Priesteramt oder Ökumene mal außer Acht lasse, muss ich Ihnen meinen Respekt zollen: Sie haben für eine unglaublich mitreißende Veranstaltung in meiner Stadt gesorgt.

Durch Ihre Einladung an die Jugend der Welt bzw. die Ihres Vorgängers war hier fünf Tage lang im positiven Sinn die Hölle los, ich selbst konnte das hautnah miterleben. Das Lachen, Singen, das friedliche Miteinander aller Nationen hat auch mich sehr schnell in seinen Bann gezogen. Faszinierend, dass gelebter Glaube so unbeschwert daher kommen kann. Naja, und für das gräusliche Essen und für das organisatorische Chaos können Sie ja nix. Vielleicht klappt's ja, und beim nächsten Weltjugendtag in Sydney darf auch ich an der Eucharistiefeier teilnehmen. Nicht, dass Sie das jetzt falsch verstehen,
konvertieren werde ich Ihretwegen natürlich nicht.

So, das wollte ich Ihnen eigentlich persönlich sagen. Aber ich hab nur Ihre Rücklichter gesehen. Nein, diesmal war ich nicht zu spät. Aber man kommt halt ziemlich schwer an Sie ran. Alles Gute, trotzdem!
Ja, dieses fröhliche und friedliche Miteinander der verschiedenen Nationen sowie der z.T. ja recht unterschiedlichen kirchlichen Gruppierungen war wohl ein Merkmal des WJT.Staunend und dankbar nimmt man es zur Kenntnis.
Gerhard W am 21.08.05 20:40
Ja, das wäre schön, wenn 2008 auch die Evangelischen legal an der Eucharistie teilnehmen könnten.
Die EKD war ja leider sehr arrogant. Der Huber taugt halt nicht. Die starre Haltung der Protestanten lässt mich schon überlegen zu konvertieren
Michael Karutz am 21.08.05 21:46
super arbeit. danke.
andrea am 21.08.05 22:09
@ alle Kommentierer: Wie erreicht man die, die einen irgendwo am Bildschirm über mehrere Tage und Nächte begleitet haben? Vielleicht, indem man zu seinem eigenen Eintrag einen Kommentar schreibt. Abgesehen von denen, die nur kommentiert haben, um kommentieren zu können, war Eure unsichtbare aber dennoch spür- und lesbare Anwesenheit ein für mich Neues, aber gar nicht unangenehmes Gefühl. Bis irgendwann aus KölnBielefeldHammSiegenWuppertalMünsterSydneyoderirgendwo!
Stefan am 21.08.05 23:01
Danke an euch drei, es hat Spass gemacht mitzulesen ;)
Hoffe man hört demnächst öfter was von euch ;)
Alexander am 21.08.05 23:15
Super Berichterstattung. Danke der Arbeit der vielen WDR-Mitarbeiter war ich "live" dabei und die gute Stimmung ist mit rübergeschwappt. Vielen Dank!
Lutz Beyert am 21.08.05 23:21
Auch wenn das jetzt sehr nachmacherisch klingt möchte ich mich dem vielen Lob für Euch 3 anschliessen.
Habe von den ersten Tagen an mitgelesen und fühlte mich sehr viel besser informiert als die "55h Live-Berichterstattung" mit denen Phoenix warb. Ihr habt ein vielfaches dieser Zeit pro Person berichtet und einem das Gefühl gegeben, selbst dabei gewesen zu sein - welches Medium kann das schon von sich behaupten.
Bitte mehr solche Berichterstattungen!
Aber schlaft erst mal gut.
PS.: Ich möchte nicht wissen, wieviel Arbeitszeit der Papst dank Euch auf dem Gewissen hat - Fernsehkucken im Büro ist ja zu auffällig aber ab und zu mal ins Blog zu kucken geht :-)
Martin am 21.08.05 23:57
War echt spitzenklasse,was ihr da gemacht habt!! Hoffentlich seid ihr auch in Sydney mit dabei! Vielleicht ja auch zur WM 06?;-)
Eine Bereicherung wäre es allemal!
Alles Gute und chapeau!
Patrick
Patrick am 22.08.05 00:23
Auch ich möchte meinen Senf jetzt hier noch abgeben: EINFACH KLASSE !!
Werden den Blog vermissen....
Patrick Pohl am 22.08.05 07:10
Vielen-vielen Dank Euch dreien für all die Strapazen, die Ihr auf Euch genommen habt, um uns praktisch "live" mit Nachrichten zu versorgen! Einen großen Applaus!!!
P.s.: Ja, Eucharistiefeier ist schon mal der richtige Ausdruck... :-)
Petra am 22.08.05 08:00
Habt Ihr gut gemacht, Leute! Ein echter Lichtblick in der Berichterstattung!! Ich werde Euch im Blog lobend erwähnen.
scipio am 22.08.05 09:42
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Zum SeitenanfangAls ich heute morgen auf das Marienfeld kam, war es eine Millionenstadt, als ich es verließ, ein Dorf - zumindest was die Einwohner-Zahl betrifft. Da, wo Stunden zuvor noch unzählige Menschen beteten und sich betteten, wurde es immer leerer. Nach einer letzten Diensthandlung vor dem Marienfeld - morgen dazu mehr - bin ich aufs Rad gestiegen.

Auf meinem Heimweg bin ich zur langsamen "Pilger-Entwöhnung" noch an Tausenden vollbepackten Menschen vorbeigefahren. Mit meinem Fahrrad wäre ich eigentlich relativ schnell an mein Ziel gekommen, wenn ich mich nicht granatenmäßig verfahren hätte. Als mir ein Habbelrather (das ist das kleine Örtchen neben Frechen) den richtigen Weg erklärte, schmachteten zwei junge WJT-Besucherinnen: "Ach, jetzt ein Fahrrad, das wär toll." Noch toller war, dass ich gar nicht die ganze Strecke mit dem Rad fahren musste, sondern einen privaten "Shuttle-Service" hatte.

Jetzt erst mal schlafen. Morgen gibt es dann meine WJT-Bilanz.
Gute N8!
Nach den 6 Tagen WYD haben wir uns alle eine Mütze voll Schlaf verdient.
cliff am 21.08.05 21:02
Hurra, Hurra, der WJT 2005 ist aus!
Bald komme Ich heim nach Köln - direkt von der Games Convention 2005.
Gruß
Nameless
Nameless am 21.08.05 21:14
An die 3 Blogger vielen lieben Dank für diese tolle Berichterstattung.
Leider hab ich das Weblog gestern erst gefunden, habe dann alle Berichte hintereinander verschlungen und bis eben sehnsüchtig auf jeden neuen Beitrag gewartet.
Ich war jeden Tag mitten drin im Geschehen, arbeite direkt in der Nähe vom Dom und hab mich das ein oder andere Mal über die vollen Bahnen und das Gedrängel geärgert.
Auf der anderen Seite hat mich die gute Stimmung der Pilger angesteckt und als ich dann auch noch das Glück hatte, den heiligen Vater aus nächster Nähe zu sehen (und er mich auch) ist die Euphorie auf mich übergesprungen.
Jetzt finde ich es schon fast schade, das die WJT vorbei sind, aber alles hat irgendwann ein Ende und kein Mensch kann immer weiter singen, tanzen und jubeln.
Danke an Euch, Danke an die Pilger, die diese Woche zu einem unvergeßlichen Erlebniss haben werden lassen, Danke an alle Helfer und Danke Benedikt XVI., Du hast mir den Glauben wieder an ganzes Stück näher gebracht und ich bin stolz, das wir Papst sind.
Ich hoffe die Pilger müssen sich nicht mehr allzu lange mit vollen Bahnen und Bussen rumplagen und kommen gut wieder nach Hause.
Und unseren drei Bloggern wünsche ich eine gesegnete Nachtruhe. Schlaft Euch aus, Ihr habt es Euch verdient! Ich freue mich schon auf Eure WJT-Bilanz.
Liebe Grüße,
Esther
Esther J. am 21.08.05 21:42
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Das Flugzeug rollt. Jetzt hebt es ab. Und ich melde mich morgen ein allerletztes Mal für mein WJT-Fazit. Zuerst jedoch: schlafen.
Hallo
Ich hoffe doch, dass man an anderer Stelle und zu anderen Themen weiterhin etwas von Ihnen allen zu lesen & hören bekommt.
Zwar habe ich das Blog erst spät entdeckt, aber gestern jegliche Rückstände aufgeholt und vom ersten Eintrag alles nachgelesen. ;-)
So etwas kann man sich nämlich wirklich nicht entgehen lassen, ihr Schreibstil ist einfach genial.
Ich freue mich auf weitere Einträge und Hinweise wo man nach Ende des WJT weiterhin Ihre Erlerbnisse mitverfolgen kann.
Schöne Grüße und eine gute Rückreise vom Marienfeld für alle, die sich dort noch aufhalten (und sich vermutlich auch noch etwas länger aufhalten werden)
Und für alle, die sich nicht mehr dort aufhalten: Einen schönen Abend, eine gute Nacht und keine Alpträume von übervollen S-Bahnen + Zügen, Straßensperren, Menschenmassen etc.
Ann-Kathrin
Ps. Ich hätte einige Fragen zum Thema Journalismus, die ich auf Grund der Themenabweichung nicht hier hineinschreiben möchte. Vielleicht gibt es ja eine andere Möglichkeit sie zu kontaktieren?
Ps. Heute Nachmittag ist der Kommentar am falschen Beitrag gelandet, sorry.
Ann-Kathrin am 21.08.05 19:49
...schade, dass alles schon vorbei ist...hab gerne in diesem blog gelesen...
lisa am 21.08.05 20:28
wirklich schade...
trotzdem - eine wohlverdiente gute Nacht!
sabs am 21.08.05 20:52
Hallo alle 3 Blogger,
das waren "hautnahe" Berichte !
Der Papst selbst wurde ja wohl Tag für Tag von professionellen Medien vielschichtigst dargestellt, aber diese 100.000-e von Jugendlichen aus allen Ecken der Welt und ihr "Dasein" in Köln schienen den Medien bis auf ein paar bemühte Ausnahmen nicht sehr viel Mühe wert zu sein. Diese 3 Blogs hier versuchten wenigstens ansatzweise + ganz großartig die Ereignisse aus persönlichen Sichtweisen zu betrachten. Danke !
Nun sitzt der Papst wieder gemütlich im Flieger, während am Marienfeld die Menschenmassen mit großer Disziplin in wirklich alle Welt wieder abreisen. Das dürfte noch einige Stunden dauern.
Und natürlich sollte es in diesen Blogs eine kräftige Nachlese - das kann ja doch auch bedeuten "zum nachlesen" - geben. [[[ Hier musste die Redaktion leider einen link entfernen. Sorry, aber das ist nicht erlaubt. (wdr.de)]]]
Schön wäre auch, Ihr könntet vielleicht noch auf den ein und anderen bisher noch nicht entdeckten neuen Blog verweisen, der die Berichte ergänzt !
Es war jedenfalls toll, mit Euch unterwegs zu sein !
Paoluccio am 21.08.05 21:05
Der Fundamentalisten-Führer zieht sich zurück! *freu*
Was für ein siegreicher Tag für uns Atheisten!
Gruß
Nameless
Nameless am 21.08.05 21:16
Hallo,
habe "das blog" auch erst sehr spät entdeckt und alle Beiträge aufgearbeitet, einfach genial....
Ich glaube,ich bin "blog süchtig"
geworden.
Danke für eure tollen Beiträge...
Margit am 21.08.05 22:11
baby,
du rockst! bin stolz auf dich!
verena
verena am 21.08.05 23:30
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... soll die Rückreise der Pilger bis nach Köln dauern, sagt eine Verantwortliche im TV. Liebe Kollegen auf dem Feld oder auf dem Weg zurück, meine frommen Wünsche gehen an Euch. Wie wär's mit obigem Hubschrauber - stetes Objekt meiner Begierde während der kompletten Rückreise?

Ach so. Ich habe es übrigens geschafft. Musste nur eine knappe Stunde kurz vor dem Ziel meines ausgedehnten Fußmarschs (S-Bahn ) in Frechen warten. Warum? Natürlich wegen Benedetto. Im Auto. Und wissen Sie was? Diesmal war es mir so egal. Keine Lust mehr auf ein Foto vom Pontifex.
Über die Situation in der Bahn decke ich lieber den Mantel des Schweigens. Der Geruch von durchnächtigten Pilgern auf engstem Raum wäre sowieso nicht in Worte zu fassen.
Zum SeitenanfangIrgendwann machen Akku und Ersatzakku schlapp. Darum bin ich nun im Pressezelt, wo es kostbare Steckdosen gibt. Cliff Richard hat eben tapfer seine ganzen Welthits gesungen. Darunter auch "lucky lips", den letzten Refrain auf deutsch: "Rote Lippen muss man küssen". Keine Sorge, der Auftritt des Weltstars passt zum Weltjugendtag: Immer wieder sagt er, wie toll er es findet, "to be here in cologne, öh, or, near cologne", zusammen mit all den Jugendlichen und dem Papst. Der Adel der reifen Popmusik, Sir Cliff, hat wahrscheinlich in seiner langen Karriere schon begeistertere Zuhörer gehabt. Verständnisvoll sagte er, "ihr seid ja alle schon fünf Tage da". Ja, und müde sind sie. Die meisten zumindest.

Cliff Richard in echt: Der in der Mitte im weißen Anzug

Cliff Richard auf der Leinwand: Links neben dem WJT-Logo
Cliff Richard beim WYD? Sachen gibtz tzzz prust
Cliff am 21.08.05 16:55
Its a shame it isnt broadcasted on TV I can tel you thousends of Cliff fans like to see a bit from this and we all waiting for it.
Ich habe den ganze tag fernsehen gesehen nur zum sehen wenig von Cliff Richard, nicht eben ein seconde
haben wir gesehen that tut me seht viel leid.
ria simonis am 21.08.05 20:53
Wenn das Photo echt ist dann....glaub ich, da ist was schiefgelaufen! Wo sind die Zuschauer? Warum wurde dieses Konzert nicht für Donnerstag oder Freitag programmiert? Es war doch vorhersehbar, dass nach diesem intensiven Wochenende mit Vigil und Sonntagsmesse mit dem Papst, die Jugendlichen übermüdet waren und nur nach Hause wollten. Ich finde es sehr traurig für die Artisten die eingeladen waren, sei es nun Sir Cliff Richard, Patrick Nuo oder andere, die haben dies echt nicht verdient.
Liliane A. am 21.08.05 22:22
I full agree with you Liliane
we did see enough from other stuff in repeating why not put new stuff on it
Ria
ria simonis am 21.08.05 22:38
Sorry I can't speak German but back in the UK we were all waiting to see Cliff perform at this very special event and we didn't get a broadcast here. If it's true that most of the crowd had gone home what a disappointment it must have been for Cliff...a man with a very strong faith....and one who loves to perform to a crowd. There are many people in the UK who would have loved to have seen him perform at this event. I know that he would give of his best and he would have very pleased to be there. How sad if the crowd had gone home. He's not only a great singer but a man who lives a good Christian life and sets a fine example for young people to follow. They don't know what they were missing.
Christine Griffiths am 21.08.05 22:38
indeed a shame that the concert with Sir Cliff Richard was not broadcasted. he is the most famous christian !!!please programme such an even the next time earlier , now every body was leaving .
lydia sleegers am 22.08.05 12:34
Es tut mir für die Künstler leid, die auftreten mussten, als die Hauptveranstaltung mit dem Papst zu Ende war und alle nur noch weg wollten, was essen, schlafen, ein heißes Bad nehmen und nach Stunden in der Kälte wieder Wärme genießen. Und es lag noch ein beschwerlicher Weg vor ihnen. Man hätte das anders organisieren können.
I felt sorry for the artists who were only on after the main event with the Pope was finished - and everybody longed to be back at home to eat something, take a hot bath and sleep.
It should have been organized differently.
Uschi Arndt am 23.08.05 10:19
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Zum SeitenanfangDieser Weltjugendtag erschien für nicht-Eingeweihte wie eine Weltmeisterschaft im Fahnenschwenken. Die bunten Flaggen signalisieren nicht nur die Herkunft, sondern dienen auch der Orientierung einer Gruppe: Hier geht's lang. Ob hier Brüder und Schwestern des Ordens der heiligen Erdbeere unterwegs sind?

Hallo - wie läuft es denn so insgesamt - haben überhaupt alle eine Chance rechtzeitig bei den Bussen zu sein, die ja - so zumindest die Busse unserer Gruppen - um 18 Uhr los fahren sollen?
Gruß
Elisabeth Wiengarten
Elisabeth Wiengarten am 21.08.05 16:16
Liebe Elisabeth,
ich weiß selber noch nicht, wie ich hier vom Marienfeld wegkomme. Ich drücke dir aber die Daumen, dass ihr noch euren Bus bekommt. Gute Heimreise wünscht
Sabine
Sabine Tenta am 21.08.05 16:36
Hallo Sabine,
ich bin nicht auf dem Marienfeld, sondern sitze zu Hause und warte auf meine Kinder.
Bin gespannt was sie erzählen.
Alles Gute für dich.
Elisabeth
Elisabeth Wiengarten am 21.08.05 16:39
Muss mich jetzt verabschieden. Sabine, vergiss nie: Du hast es auf die "Pool-Tribüne" geschafft (Mist, wie verlinke ich jetzt deinen Eintrag "jetzt darf ich endlich"? Gebt mir ein Password!)! Ääh - und sag mal einer dem wol-f Bescheid: Is jetzt gut mit Abzappeln zu Cliff Richard. Also, Kinners, ich fahr jetzt den PC runter.
WJT-Blog-Süchtige am 21.08.05 16:40
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Zum Seitenanfang...nur die Wurst hat zwei. Und weil mein Magen knurrt, plündere ich. Genau wie Tausende andere Pilger durchwühle ich die Verpflegungskartons, die auf dem Rasen liegen geblieben sind. Wegzehrung für den Heimweg. Die
Erfahrungen meines Kollegen Bösch in den Wind schlagend, greife ich bei einer Fleischwurst namens "Ferdi Fuchs" zu.

Ich hätte es lassen sollen. Wie konnten die jungen Pilger bloß eine Woche lang feiern, tanzen, beten, singen mit solch einer Nahrungsgrundlage?
Erstaunlich, dass die Portugiesen neben mir noch immer tanzen und musizieren. Sie singen das fröhlichste "Halleluja", was ich bisher gehört habe. So kraftvoll, so enthusiastisch, als habe der Weltjugendtag gerade erst begonnen.
Ich zeige ihnen "Ferdi Fuchs". "I've never seen it before", sagt mir lachend ein junges Mädchen. Das erklärt alles.
Cliff Richard betritt die Bühne, ich trete den Heimweg an.

LaOla für Herrn Domke! Freut mich übrigens, dass ich vorher helfen konnte... Aber bitte, gerne! Das ist doch das Mindeste, bei eurem Einsatz! Erhol dich gut, und dass du mir ja die Finger lässt von diesem Fraß...
P.S.: Ich bin WJT-BLOG-süchtig, nicht WJT-süchtig. Das ist was GAAAAANZ anderes!
WJT-Blog-Süchtige am 21.08.05 15:19
@WJT-Blog-Süchtige
Schade daß dein Name schon vergeben ist - ich hätte ihn gern angenommen ;-) Ich habe zwar nicht soviel mitgemischt wie du, bin aber doch mindestens fünfmal am Tag für meinen "Fix" zum Computer gekommen.
GAAAAAANZ GROSSES DANKESCHÖN AN ALLE DREI BLOGGER für all den Einsatz, für eure tolle Berichterstattung, vor allem für euren Humor und die wohlwollend-kritische Distanz !!!!!
Für uns Auslands-Rheinländer das Beste vom WJT, zusammen mit den Live-Übertragungen im Internet-Stream.
Stefan und Markus, ihr seht ja wirklich geschafft aus! Wo kann ich hinschreiben, um mindestens eine Woche Sonderurlaub für euch zu beantragen?
Love and prayers from sunny England!
Sabs am 21.08.05 16:01
Ein dickes Lob auch von mir an euch drei Blogger! Ich habe mich während der letzten Tage oft gefragt, "Wie machen die das nur?". Ihr habt ja wirklich schon fast in allen Lebenslagen gebloggt. Weil ich aus eigener Live-Blog-Erfahrung weiß, wie stressig das sein kann, wenn man gleichzeitig das Geschehen um sich herum beobachten, schreiben, Fotos hochladen und den Akkustand beobachten muss, kann ich wirklich nur sagen: RESPEKT!!!! (Denn ich musste nicht, anders als ihr, gleichzeitig auch noch mit einem MP3-Rekorder hantieren und kreuz und quer durch die Stadt sausen. ;-))
Auf jeden Fall war es extrem interessant, eure Einträge zu lesen. Da wird mir ab morgen wirklich was fehlen.
Fabian am 21.08.05 16:47
Hallo
Ich hoffe doch, dass man an anderer Stelle und zu anderen Themen weiterhin etwas von Ihnen allen zu lesen & hören bekommt.
Zwar habe ich das Blog erst spät entdeckt, aber gestern jegliche Rückstände aufgeholt und vom ersten Eintrag alles nachgelesen. ;-)
So etwas kann man sich nämlich wirklich nicht entgehen lassen, ihr Schreibstil ist einfach genial.
Ich freue mich auf weitere Einträge und Hinweise wo man nach Ende des WJT weiterhin Ihre Erlerbnisse mitverfolgen kann.
Schöne Grüße und eine gute Rückreise vom Marienfeld für alle, die sich dort noch aufhalten (und sich vermutlich auch noch etwas länger aufhalten werden)
Ann-Kathrin
Ps. Ich hätte einige Fragen zum Thema Journalismus, die ich auf Grund der Themenabweichung nicht hier hineinschreiben möchte. Vielleicht gibt es ja eine andere Möglichkeit sie zu kontaktieren?
Ann-Kathrin am 21.08.05 16:52
Ein insgesamt tolles Treffen. Schade nur, das die Abreise des Papstes in Köln auf der Riehler Str./Reichenspergerplatz durch einen Mißbrauch polizeilicher Gewalt überschattet wurde - DAS hatte der WJT nicht verdient - Pilger und Co. sind keine randalierenden Fußballfans !
Joe am 21.08.05 23:37
Hallo - habe mich ja schon an anderer Stelle verewigt. Wollte nur sagen - meine Kids sind wohlbehalten zu Hause. Sie haben viel Ferdi Fuchs mitgebracht - also auch Pakete aufgehoben - aber mehr weil sie über die weggeworfenen Nahrungsmengen erschüttert waren. Nina meinte, dass davon eine Woche lang ein kleine afrikanische Dorfgemeinschaft hätte leben können.
Es war wahrscheinlich schwierig zu organisieren - oder?
Zu Ferdi Fuchs -
unser Hund, Merlin, war noch nicht einmal so begeistert. Für ihn haben die drei nämlich die Wurst aufgesammelt - weil sie es immer noch besser fanden als sie vergammeln zu lassen.
Also scheint sie wirklich nicht so toll zu schmecken!
Danke für die Berichte ...... fasst doch mal eure Eindrücke in einem WDR-Buch zusammmen - bei eurem Stil wird es bestimmt eine schöne WJT-Erinnerung. So nun waschen und ab ins BEtt.....
Gute Nacht
Elisabeth
Elisabeth Wiengarten am 22.08.05 00:10
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