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Weltjugendtag-Weblog - Archiv vom 15.08.05

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Montag, 15.08.2005

Bild von Stefan Domke, Rechte: WDR

Hinter Regenschirmen versteckt

Köln, im Nieselregen vor Messehalle 10

Wo bleiben die denn? Sollten die Gerüchte von einer dreistündigen Wartezeit bei der Pilgerregistrierung wahr sein? Ich werd mal nach Blog: "meinen" Pilgern Jo und Alex gucken gehen. Was mich vor Halle zehn erwartet, ist unerfreulich.

Die Pilgerregistrierungsschlange; Rechte: WDR/Domke

Hunderte von Menschen stehen und warten dort seit Stunden, um sich und ihre Gruppen registrieren zu lassen. Und weil in der rund 200 Meter langen Schlange nur Gruppenleiter stehen dürfen, bedeutet dies: Hier warten zigtausende von Pilgern auf ihre Registrierung.

Nicht nur, dass wir Deutschen derzeit aller Welt ihre Vorurteile über deutsches Wetter bestätigen. Nun glaubt uns auch keiner mehr, dass wir die Weltmeister im Organisieren sind.

Wartende Pilger, von Müdigkeit übermannt; Rechte: WDR/Domke

Beim WJT in Paris, erzählt mir ein wartender Gruppenleiter, hat dieselbe Prozedur zehn Minuten gedauert. Doch wo sind Jo und Alex? Als ich die Schlange bereits zum zweiten Mal ablaufe, entdecke ich die beiden hinter Regenschirmen verborgen. Ihre Laune ist erstaunlich gut, und zum Zeitvertreib frage ich das vorhandene deutsche Grundvokabular ab.

Jo und Alex warten; Rechte: WDR/Domke

Audio: Wo Jo's deutscher Wortschatz noch Lücken hat

An den Dauernieselregen haben sie sich mittlerweile gewöhnt. Vor allem aber haben sie nach den Stunden des Hin und Hers endlich ihr Ziel vor Augen.
Weiterhelfen kann ich ihnen im Augenblick nicht mehr, also verabschieden wir uns. "Auf Wiederhosen", ruft Jo mir hinter her. Wenn die beiden nach geschätzten drei Stunden Fahrausweise, Essensmarken und Pilgerausweise für ihre Gruppe in der Tasche haben werden, so ist verabredet, wird Jo mich anrufen.
Ein letztes Mal für heute wird es dann heißen: Gutes tun.

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Bild von Stefan Domke, Rechte: WDR

"Fumpffumpfzck"

Köln, auf dem Weg zur Deutzer Messe

Bevor ich meine Blog: Weltjugendtagsbekannten Jo und Alex aus Pennsylvania wieder zur langen Schlange vor dem Registrierungscenter in der Kölner Messe zurückbringe, machen wir noch einen spontanen Abstecher in eine Köln-Godorfer Schule. Dort, so erklärt mir Jo, hat sich inzwischen ein Teil seiner Gruppe in der Turnhalle eingenistet.

Jo instruiert seine Gruppe; Rechte: WDR/Domke

Eine deutsche Helferin vor Ort sagt, einigen Mädchen aus der Gruppe sei es auf dem Blog: offenen Parkdeck bei Ikea zu zugig und kalt gewesen. Jo wirkt genervt und meint, die Mädels seien einfach ein bisschen zu ängstlich. Und wenn das so weitergehen würde mit dem ganzen Chaos, würde er spätestens morgen einen Herzinfarkt bekommen. Ich glaube ihn nach drei Stunden zumindest so gut zu kennen, dass ich seine Worte entspannt als Übertreibung interpretiere.

Amerikaner sind in der Godorfer Schule eigentlich gar nicht vorgesehen; Rechte: WDR/Domke

Der Vater von Alex, der als einziges deutsches Wort "Fumpffumpfzck" sagen kann (Fünfundfünfzig) und daran selbst am meisten Freude hat, ärgert sich, dass er vorhin nicht mitgefahren ist: "I like german beer".
Auf dem Weg zurück zur Messe erfahre ich viel Neues über die Hohenzollern, das Hofbräuhaus, die Kriegsschäden am Kölner Dom und das mögliche Verhältnis von Amerika und Deutschland im Jahr 2055. Auch von der Bauweise deutscher Häuser ist Jo sehr angetan ("die halten Jahrhunderte").
Auf dem Messegelände vor Halle zehn ist dann immer noch der Teufel los, aber zumindest die deutsche Straßenverkehrsordnung wird von den Messeordnern inmitten des Chaos weiterhin rigoros durchgesetzt.
Alex und Jo verschwinden. Ich werde warten. Die finden ja sonst nie zurück nach Godorf.

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Bild von Stefan Domke, Rechte: WDR

"Kolsch" für Jo und Alex

Köln, irgendwo zwischen Messe und Ikea

Auto fahren, während ich in meinem Pidgin-Englisch über George W. Bush, Ludwig van Beethoven und deutsches Bier kommuniziere, UND Bloggen funktioniert irgendwie nicht richtig. Daher nun schnell nur ein kleiner Zwischenstand meiner "Gutes-tun-Tour", während Alex und Jo ihre Hosenlänge dem deutschen Wetter anpassen:
An der Messe beim Registrierungscenter ist es, gelinde gesagt, etwas durcheinander. Wartezeit für die Anmeldung von Gruppen: Bis zu drei Stunden.
Jo sagt, in Toronto, beim letzten Weltjugendtag habe die Prozedur vier Minuten gedauert.
Weil ihm außerdem niemand gesagt hat, dass für die minderjährigen Teilnehmer seiner Gruppe aus Pennsylvania die Ausweise zwingend erforderlich sind, befolgen wir eine der bekanntesten Anweisungen des Monopolyspiels: Gehe zurück auf Los.
Jo friert und betont zum wiederholten Mal, dass das Wetter in Rom, wo die Gruppe zuvor war, viiiel besser gewesen sei.
Ich biete dennoch an, sie zu Ikea zurück zu bringen.
Und weil ich eben schlecht über George W. Bush geredet habe, kaufe ich den beiden an einer Tankstelle als Wiedergutmachung zwei Flaschen Kölsch.
Auf der Rückfahrt nach Köln-Godorf üben die beiden, den Umlaut "ö" korrekt auszusprechen, und können die Ankunft kaum erwarten. Denn im Auto lässt sich kein Flaschenöffner finden.
Das erste Mal sehen sie an diesem Tag zufrieden aus; Rechte WDR/Domke

Nach dem Hosenwechsel geht es dann gleich wieder zurück zum Registrierungscenter in die Kölner Messe.

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na klar zum saufen kommmen se nich zum beten ;)
ne spass viel spass

J. Schäfers am 15.08.05 19:44

"Und weil ich eben schlecht über George W. Bush geredet habe,..."

haben DIE das nicht auch? ;) Eigentlich muss doch der einen ausgegeben bekommen, der über den Antichristen Bush kein Blatt vor den Mund nimmt.

Magnus am 15.08.05 20:33

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Bild von Marcus Bösch, Rechte: WDR

Eben gab es noch ein paar Tschechinnen

Köln Riehl, St. Engelbert Pfarrheim

Pfarrheim Rechte: DW/Bösch

Kein Pilger und kein Volunteer sind vor dem Pfarrheim in Riehl zu sehen. Nur eine regennasse traurige Fahne hängt da. Wir warten weiter. "Ne anrufen tun die nich´. Die kommen einfach vorbei", sagt Frau Dannenbäumer, die Temleiterin der Pfarrei. Wann die verbleibenen Gruppen kommen, weiß sie auch nicht. Ankommen sollen sie aber ganz bestimmt. So wie die Tschechen. Die sind bereits angereist, verteilt und abgeholt worden.

Die Vorgeschichte:

Blog: Zweimal Pilger mit Rucksack, bitte!
Blog: Und wenn er nachts nicht nach Hause kommt?
Blog: Legt Euch einfach da hin...

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Bild von Stefan Domke, Rechte: WDR

Gutes tun

Köln-Godorf, fast auf dem Rückweg in die Stadt

Pilgerschlange bei Ikea; Rechte: WDR/Domke

Gerade wollte ich zurück in die Stadt fahren, da sehe ich sie. Eine Gruppe sommerlich gekleideter Pilger. In T-Shirts und Bermudashorts sitzen sie an einem Sammelpunkt für Einkaufswagen unter einem Wellblechdach und warten. Auf besseres Wetter? Sehen irgendwie verloren aus.
Hmmh, als Helfer wollte man mich nicht (gut, ich hatte mich zu spät gemeldet), Pilger zuhause bei mir schlafen lassen wollte ich nicht. Aber jetzt ist sie da: Die Chance, Gutes zu tun.
"Kann ich irgendwie helfen?" Kann ich. Die Gruppe aus Pennsylvania ist erledigt, hat bereits eine Ochsentour hinter sich. Überall erzählt ihnen jeder etwas anderes. Jetzt wissen sie zwar, dass sie bei Ikea schlafen sollen (vom Selber-Betten-Aufbauen ahnen sie noch nichts), doch die notwendige Registrierung muss in der Kölner Messe erfolgen – 16 Kilometer von hier entfernt.
"God bless you", schallt es mir entgegen, und kräftige Hände drücken mich zum Dank, als ich mich bzw. mein Auto als Taxi für Jo, den Leiter der Gruppe und einen Helfer zur Verfügung stelle.

Alex und Jo

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Ich wollte auch gutes tun und habe mich, obwohl ich evangelisch bin, bereits im März als volunteer gemeldet. Jedoch konnte ich einige Erfahrungen sammeln, die mich davon überzeugt haben, dass ich scheinbar mehr lästig bin, als dass meine Hilfe willkommen wäre. Als Resultat bin ich- wie einige andere- jetzt nicht aktiv dabei. Vielleicht sollten die Organisatoren auch mal darüber nachdenken, dass es einige Berufstätige unter den Helfern gibt, die nicht standby stehen.

lunaroja am 16.08.05 10:15

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Bild von Stefan Domke, Rechte: WDR

Volunteer als Bettenaufbaumodel

Köln-Godorf, zum Schlaf- mutiertes Parkdeck

Schwedisches Schlafdeck; Rechte:WDR/Domke


"Höher! Tiefer! Bück Dich mal!" Ohne Widerworte macht Alexandra, was ihr gesagt wird. "Ach, an diese Anweisungen habe ich mich mittlerweile gewöhnt, das geht schon seit heute morgen so."
Dabei ist die 20-Jährige eigentlich dazu da, den angemeldeten 332 Pilgern in Köln-Godorf beim Bettenaufbau zu helfen. Aus Nächstenliebe und aus Marketingzwecken hat das schwedische Möbelhaus ein Parkdeck für die kommenden Tage in einen riesigen Schlafsaal verwandelt und für jeden ein massives Holzbett nebst Matratze, Kissen und Bettbezug zur Verfügung gestellt. Wie beim Möbelhausriesen üblich, muss es allerdings noch zusammengebaut werden.
Weil aber weder die 56 Amerikaner, noch die 50 Kanadier nur ein Bruchteil der angekündigten 109 Italiener und nicht einmal die avisierten 102 deutschen Pilger angekommen sind, ist Volunteer Alexandra den wartenden Journalisten zuliebe zum Bettenaufbaumodell mutiert.

Alexandra mit Profiwerkzeug; Rechte:WDR/Domke

Nur am Morgen, als die bislang einzige Gruppe aus Sardinien eintraf, konnte die Studentin für kurze Zeit schrauben, stecken und drehen. Sieben Betten hat sie zusammengebaut und den "miserablen Imbus", der den Packungen beiliegt, inzwischen gegen Profiwerkzeug ausgetauscht.
Was die Doityourselfqualitäten der Pilgergruppe aus Sardinien angeht, ist sie allerdings enttäuscht: "Die haben sich ziemlich ungeschickt angestellt." Lediglich eine resolute Ordensschwester habe hervorragend alleine aufgebaut: "Aber die hat das auch nicht zum ersten Mal gemacht." Und für einige war das Bettenbauen offensichtlich zu anstrengend.

Für Experten nicht verwunderlich: Selbstaufbau ist anstrengend; Rechte: WDR/Domke

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Bild von Marcus Bösch, Rechte: WDR

Legt Euch einfach da hin…

Köln Riehl, Wohnzimmer

Mein Wohnzimmer Rechte: DW/Bösch
Nein, nein. Es ist noch niemand da. Aber ich warte auf den Anruf der Teamleiterin der Pfarrei. Irgendwann jetzt sollten die Pilgergruppen aus Tschechien, der Ukraine, Italien und Kamerun in Riehl eintrudeln. Habe vorsichtshalber noch mal die Vorratskammer aufgefüllt. "Über eine Flasche Wasser am Abend würden sich Ihre Pilger sehr freuen", hat die Dame beim Infoabend gesagt.

Über eine Portion Nudeln dazu freuen Sie sich aber vielleicht noch viel mehr. Die jungen Gläubigen sollen zwar mit einer Art Lunchpaket ausgestattet sein. Nach den bisherigen Medienberichten ("Jagdwurstcreme und Krabben-Schmelzkäsezubereitung") koche ich denen aber lieber noch was Richtiges - soviel Nächstenliebe muss sein. Und jetzt schaue ich mal bei St. Engelbert vorbei und frage, ob es neue Infos über die Ankunft der Katholiken gibt.

Meine Tochter will übrigens am liebsten ukrainische Gastpilger. Warum das? "Die Ukraine ist so cool." Wieso? "Wegen Ruslana." Da behaupte noch einer, der Eurovison Song Contest habe keine gesellschaftspolitische Relevanz...

WWW: Website von Ruslana (Siegerin des ESC 2004)

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Leider noch keine neuen Infos. Sobald die beiden hier sind geht´s weiter...

Marcus Bösch am 15.08.05 16:43

Wir warten weiter...

Marcus Bösch am 15.08.05 18:30

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Bild von Stefan Domke, Rechte: WDR

Beautiful place, but fucking weather

Köln, umgeben von Pfützen am Fühlinger See

"Du wachst auf und stehst als erstes knöcheltief im Schlamm. Kein wirklicher guter Start in den Tag, oder?" Jana lächelt leicht gequält.
Kaum jemand in Köln leidet unter dem tagelangen Dauerregen so sehr wie sie und die rund 4.000 anderen WJT-Helfer, die in einem Zeltlager am Fühlinger See untergebracht sind.

Land unter im Zeltlager am Fühlinger See; Rechte: WDR/Domke

In der Zeltstadt, acht Kilometer vom Dom entfernt, herrscht an diesem Vormittag Aufbruchstimmung. Polnische Pfadfinder verlassen das Gelände mit Sack und Pack, Minuten später beendet eine französische Jugendgruppe ihr Übernachtungsprojekt "Kölner Seeidylle". "The Place here is beautiful, but the fucking weather…". Gut, dass das der Papst nicht gehört hat.

Gut aber vor allem, dass es Alternativen gibt: "Wer nicht mehr mag, bekommt jederzeit ein Ausweichquartier angeboten", hat mir Gisela Johanns von der WJT-Helferorganisation bereits gestern Abend versichert.
Vor allem bei Helfern aus südlicheren Ländern ist die Toleranzschwelle, was das deutsche Wetter betrifft, mittlerweile überschritten. "Die Spanier sind als erstes abgehauen", erzählt mir ein Pärchen aus dem Schwarzwald. Sie selbst geben nicht auf:"Wir bleiben, ist ja ab morgen besseres Wetter angesagt." Wichtig sei nur, so verraten mir die beiden, beim Schlafen nicht mit Kopf oder Fuß an die Zeltwand zu stoßen: "Die Dinger sind nur einwandig, dann steht das Zelt sofort unter Wasser."
Währenddessen bahnen sich mit Rucksäcken bepackte Wetterflüchtlinge ihren Weg zur Bushaltestelle durch ein Pfützenmeer.

Martin bibbert; Rechte: WDR/Domke


Martin hingegen ist hartgesotten: "Zuhause ist das Wasser noch kälter", meint der Bayer, der in seiner Heimat regelmäßig im Starnberger See baden geht, und bibbert nur aus Spaß ein bisschen theatralisch. "Allerdings kommt zuhause auch nicht sofort die DLRG, wenn man in die Fluten taucht." Denn während des WJT patroulliert ein Boot der Wasserretter auf dem Fühlinger See und unterbindet jeglichen Schwimmversuch außerhalb des dafür vorgesehenen Bereichs. Ordnung muss schließlich sein.

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Bild von Marcus Bösch, Rechte: WDR

Der letzte deutsche Gottesdienst

Köln Nippes, St.Bonifatiuskirche (letzte Reihe)

In der St. Bonifatiuskirche Rechte:DW/Bösch
Bombastisches Glockenläuten in der Gneisenaustraße. Noch zehn Minuten bis zum Morgengottesdienst in der St. Bonifatiuskirche. Das "Fest der leiblichen Aufnahme Marias in den Himmel" soll hier heute zelebriert werden. Für diese Woche wird es der wahrscheinlich letzte rein deutsch gesprochene Gottesdienst im Pfarrgebiet sein.

Von der Jugend der Welt? Noch keine Spur. Knapp 20 Damen und Herren fortgeschrittenen Alters tröpfeln langsam in die Kirche, füllen die vorderen Reihen und verlieren sich in der Weite des Raums. Ohne die kleine Pappsäule am Eingang, die für Lebensmittelspenden zum WJT wirbt, wäre von dem heute beginnenden "Superevent" zumindest hier in Nippes um zwei Minuten nach neun gar nichts zu spüren.

Doch. Halt. Moment. Da kommt eine rote Jacke. Der weibliche Volunteer darin hat die Lebensleiter zwar bestimmt schon zur Hälfte erklommen, ist aber zumindest ein untrügliches Zeichen für den WJT05. Und das ist noch nicht alles. Denn dann kommen sie doch noch. Erst fünf und dann noch mal fünf eindeutig jugendliche Pilger. Etwas geduckt, als ob sie zu spät zum Schulunterricht kommen würden, betreten sie den Raum und setzten sich pflichtschuldig in die erste Reihe.

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Kommentare zum Eintrag Der letzte deutsche Gottesdienst

die Jungs&Mädels werden wahrscheinlich eher die Kölner Kneipen als die Kölner Kirchen besuchen...

rudi am 15.08.05 10:43

"die Jungs&Mädels werden wahrscheinlich eher die Kölner Kneipen als die Kölner Kirchen besuchen..."

Nö, solange es nicht Nippes ist, wo (wo-)man zur Kirche gehen "muss"! ;)

Magnus am 15.08.05 11:56

also in Nippes gibt es auch schöne kneipen, soviel ist mal klar

nepi am 15.08.05 12:05

"Der letzte deutsche Gottesdienst"

Gemeint war doch sicherlich der letzte deutsch_sprachige_ Gottesdienst, oder? ;-\

Und auch da will ich hoffen, dass es nach dem WJT 2005 munter weiter geht mit Gottesdiensten ...

Die mE oberflächlichen Kneipenkommentare finde ich nicht besonders passend, obwohl auch Klosterbrüder bisweilen dem Bier (hoffentlich nur in Maßen!) zusprechen und damit früher sogar die Fastenzeit etwas umgangen haben (--> "flüssiges Brot").

Allen TeilnehmerInnen, HelferInnen und den JournalistInnen eine gesegnete WJT-Zeit in Köln!

Thomas Nolte (51), Moers

Thomas Nolte am 15.08.05 13:04

Lieber Herr Nolte,

natürlich haben Sie recht. Nur die Überschrift wäre dann nicht mehr so schön und so kurz: "Der wahrscheinlich letzte rein deutsch gesprochene Gottesdienst im Pfarrgebiet" liest sich einfach nicht gut ;-)

Danke für die guten Wünsche nach Moers,
Marcus Bösch

Marcus Bösch am 15.08.05 13:14

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