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Weltjugendtag-Weblog - Archiv vom 19.08.05

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Freitag, 19.08.2005

Bild von Marcus Bösch, Rechte: WDR

Der Papst meiner Frau

Köln Tanzbrunnen

Die Herren reden; Rechte: DW/Bösch

Auf der Bühne ist jetzt munterer Talk angesagt. Die Herren Lehmann, Meisner, Anda (Sprecher der Bundesregierung) und Harnischfeger (Kommunikationsdirektor der Deutsche World Post World Net) plaudern mit TV- und Hörfunkmoderatorin Petra Schwarz über den WJT, den Papst und Karneval. Die inzwischen mächtig angewachsene Journalistenmenge erfährt wichtige Details:

Staatssekretär Béla Anda seine Frau zum Beispiel ist katholisch. Seine drei Kinder sind es ebenfalls. Er ist evangelisch. Aha, interessant. Ins Foyer werden jetzt die Cremeschnittchen getragen. "Sensationell", sagen die beiden Damen neben mir auf der weißen Kunstledercouch, "irgendwas mit Sahne, sehr viel Sahne." Soweit so gut. Der Rotwein ist übrigens auch sehr gut. Trotzdem gehe ich jetzt. Ich mag keine Empfänge.

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Ob Herr Meisner wohl gerade überlegt, wie er nach "geistige Krüppel" noch eine Steigerung der Pauschalbeleidigung aller Anders- bzw. Nichtgläubigen bringen kann?

DemonDeLuxe am 19.08.05 22:28

Wo soll er das gesagt haben?

Ich finde Meisner übrigens cool. Auch, wenn er aneckt: ein ehrlicher und begeisterter Mensch - der übrigens seine Priesterkarriere in der katholischen Hochburg DDR begonnen hat...

Petra am 19.08.05 22:47

klar, ehrlich in seinem hass auf alle andersdenkende und begeistert von der inquisition, das wars dann aber auch schon!

werner am 19.08.05 23:01

@Petra

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,368465,00.html

Auszug: "Zunächst kommt nur die Wirklichkeit an das Kind ran, die die Eltern ranlassen. Wenn sie die Wirklichkeit Gottes nicht eröffnen, werden die Kinder zu geistigen Krüppeln."

Der Mann will wohl illustrieren, wie "Dialog der Religionen "tatsächlich zu verstehen ist.

DemonDeLuxe am 19.08.05 23:07

@Petra!
Nun die Leute zwischen 20 und 30 sind für ihn ja die Kinder der "metaphysischen Asylanten" (besser bekannt als "Alt"-68er o.ä.).

Frederik am 20.08.05 03:53

Ja, ja, schlagt mich nur.... :-)

Nein, Meisner hat *nicht* gemeint, dass alle Anders- und Nichtgläubige geistige Krüppel sind. Er hat damit gemeint - und das ist wohl von einem Erzbischof wohl verständlich -, dass die Wahrnehmung der Kinder von den Eltern eingeschränkt wird, indem ihnen die ganze metaphysische Dimension versagt wird. Dass die Kinder sozusagen weniger kriegen, als das was da ist (bzw. wäre).

Übrigens daher auch "metaphysische Asylanten". Was habt Ihr eigentlich für ein Problem damit? Mami ist dreißig Jahre lang stramm antireligiös, dann kommt sie in den Wechsel und geht plötzlich auf Esoterik-Tagungen, kauft Feng-Shui-Bücher und schwingt das Pendel über dem Leitungswasser. Oder so.

Und wo redet er hier eigentlich über die Andersgläubigen?

Übrigens möchte ich gar nicht wissen, was Moslems (nicht die sog. Hassprediger, sondern ganz normale) von der säkularen Gesellschaft denken. (Ich nehme mal stark an, dass im Vergleich zu denen Kard. Meisner noch eher freundlich ausfällt.) Aber die sind eben nicht schwarz/rot gewandet und geben keine SPIEGEL-Interviews....

Petra am 20.08.05 07:58

Petra,

Meisner hat all jene adressiert, denen die Eltern diese "metaphysische Dimension" nicht vermittelt haben => Nichtkatholiken. Deine Erklärung in Ehren, aber ich halte mich an das, was er gesagt hat und nicht an das, was Exegeten daraus im Interesse, "den Ball flach zu halten", machen. Sein Ausdruck ist eine Abqualifizierung aller, die nicht im Sinne der Kirche erzogen wurden. Die Vokabel "Krüppel" impliziert eine verminderte Denk- und Wettbewerbsfähigkeit - überheblicher kann man seine persönliche Anschauung kaum darstellen, oder?

Den Vergleich mit dem Islam meinst Du jetzt nicht wirklich ernst,oder? Einmal ganz abgesehen davon, dass ein Herr Meisner mit seinen Hetztiraden sich da ganz wunderbar einfügen würde. Sei ehrlich: Wenn ein - auch gewalttätiger - religiöser Konflikt insHaus stünde... auf welcher Seite würdest Du Meisner vermuten? Bei den Friedensstiftern? Oder bei den Einpeitschern? Ich jedenfalls entdecke eine große Seelenverwandschaft zu Urban II. bei ihm.

DemonDeLuxe am 20.08.05 14:45

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Bild von Marcus Bösch, Rechte: WDR

Der Medienempfang

Köln Tanzbrunnen, Bar

Medien bitte hier; Rechte: DW/Bösch

Da ist allen Ernstes ein roter Teppich ausgerollt. Ist ja auch ein Empfang hier. Die beiden pickeligen Jungs mit Pilgerrucksäcken vor mir machen noch schnell ein Foto ("Der Verwandtschaft mal zeigen was man so alles machen kann"), kramen ihre Einladung hervor und schieben sich grinsend an den Securitytypen mit den dunklen Anzügen vorbei. Willkommen beim Medienempfang der Bundesregierung.

Noch nix los ; Rechte: DW/Bösch

Das hier sind also einige der inzwischen auf 7.000 angewachsenen Journalistenschar. Viel los ist hier noch nicht. Seicht und übel wabert der Anfangsunterhaltungsjazz durch die Räumlichkeiten. Schummerig ist es. Und die Gespräche gehen wie folgt: "Dein Beitrag war Extraklasse." "Ja, da kann man was draus machen." Das Mädchen vom Stadtmagazin Mainz runzelt die Stirn: "Vielleicht ist ja das Essen gut." Vielleicht. Von den Kartoffeln fehlt noch jede Spur. Ein Klebezettel in der überdimensionierten Pfanne dient als Platzhalter.

Die Kartoffeln fehlen noch ; Rechte: DW/Bösch

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Bild von Sabine Tenta, Rechte: WDR

The pope is pretty cool

Köln-Südstadt, Nachtrag zum Besuch im Friedenspark

Auch wenn die Chronologie jetzt etwas durcheinander gerät, so möchte doch noch ein Gespräch von heute Nachmittag nachreichen, quasi als Teil zwei von Blog: Papstfestspiele – nachgefragt. Ich war im Friedenspark, wo es für WJT-Teilnehmer Musik und Diskussionen gab. Dort fiel mit eine Gruppe Pilger auf, die mit ihrem Sternenbanner signalisierten, dass ich es mit meinen Fremdsprachen-Kenntnissen diesmal etwas einfacher haben könnte.

Pilger mit 'Benedikt 16'-T-Shirts und Christina

Alle trugen diese T-Shirts mit "Benedikt 16" – auch die 17-jährige Christina. Der Papst ein Popstar? Oder besser gesagt, diesmal ein Fußball-Star? Nein, ein "Baseball-Star" sagt Christina lachend. Ich entschuldige mich, dass wir Deutschen bei Sport immer gleich an Fußball denken. Christina findet den Papst "pretty cool". Stimmt sie auch mit seinen Ansichten überein? "Ich habe eine Menge über ihn gehört, aber ich denke, er ist ok." Sie habe viele Bilder von ihm gesehen, wo er so grimmig ausgesehen habe, aber jetzt wirke er doch sehr warmherzig. Zusammen mit ihrer Gruppe aus Texas ist Christina beim Weltjugendtag, weil sie am Austausch mit anderen Kulturen interessiert ist. Der findet an diesem Nachmittag auch statt. Einige deutsche Jugendliche sind mit den Amerikanern im Gespräch. Ich will nicht weiter stören und wünsche Christina noch einen schönen Aufenthalt in Köln. Den wünscht sie mir auch. Vielen Dank, werde ich haben.

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wieso stören, man erfährt doch gar nichts über das denken von christina, und es ist doch viel interessanter welcher austausch der kulturen da anstand

werner am 19.08.05 22:53

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Bild von Sabine Tenta, Rechte: WDR

Ist das ein "Gute-Laune-Test"?

Köln-Südstadt, zum Glück immer noch im Café

Auto im Regen, Rechte: WDR / Tenta

Jetzt schüttet es hier wie aus Kübeln und das Wasser steht auf der Straße. Wenn es rund um den Dom genauso heftig gewittert, dann muss das wohl eine Art "Gute-Laune-Test" für die Blog: bunteste Schlange der Welt sein.

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Bild von Sabine Tenta, Rechte: WDR

Blutleer ist das nicht

Köln-Südstadt, im Trockenen

Also ich weiß ja nicht, an welchem Wetter die Gastronomie mehr Geld verdient: Sonne oder Regen? Ich sitze auf jeden Fall wieder in einem Café. Hätte mich ja auch in den Spielplatz gesetzt, aber da waren schon alle Tische rausgeräumt. Denn gleich werden die Demonstranten des "Freigeisterzugs" erwartet. Der Spielplatz ist quasi der Stützpunkt der "religionsfreien Zone", wo die meisten Veranstaltungen der Atheisten zum WJT stattfinden. Sie sind nämlich auch organisiert. Und widerlegen damit die Aussage des Papstes, dass die "Katholizität den Kölnern tief im Blute liegt" (so sagte er es gestern auf dem Roncalli-Platz). Also in den Freigeistern hier in der Südstadt pulsiert offensichtlich anderes Blut. Angeführt wird ihr Zug vom Blog: "Dinomobil", das seit Tagen durch Köln fährt und sehr Blog: kontrovers diskutiert wird. Hinter dem Gefährt dann zu Fuß rund 150 Menschen. Ziehe ich die circa 20 Kolleginnen und Kollegen mal ab, bleiben noch 130 Demonstranten. In deren Mitte schreitet würdevoll eine Päpstin.

Demonstrationszug; Rechte: WDR / Tenta

An der Ulrepforte kommt es zu einer Diskussion zwischen Pilgern und Demonstranten. Was sie einander zu sagen hatten, habe ich nicht richtig mitbekommen, weil sie gleich von mehreren Fernsehteams eingekreist waren.

Pilgerin und Demonstranten diskutieren; Rechte: WDR / Tenta

Aber anhand der Gesprächsfetzen kann ich sagen: Blutleer war das gewiss nicht. Nach einem kurzen, hitzigen Schlagabtausch ziehen Pilger und Freigeister wieder ihrer Wege.

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Weil einer unserer Aktiven aber dabei war, weiss i c h es. Es wurden schwere Vorwürfe gegen die 110 (es waren wohl nicht mal 130, da es 40 Journalisten, nicht 20 waren) den Papst und die katholische Kirche auf das Heftigste angreifenden "Demonstranten" erhoben, die diese leider nicht entkräften konnten. Im Kern ging es darum (ja, ich versuche es noch harmlos auszudrücken), dass junge Christen ihre religiösen Gefühle durch die "Blasphemie" der Heidenspassler (so ok?) verletzt sahen.

Magnus am 19.08.05 20:45

Mitra, Meßgewand, Stola... und das soll eine "religionsfreie Zone" sein? Blasphemie ist das bestimmt nicht, aber auch nicht so besonders originell. Eine "Päpstin" gab´ss bei einem der früheren Besuch JP II´s ja auch schon. Ob das jetzt wohl dieselbe ist?

Sabs am 19.08.05 22:35

hat jemand was gegen eine frau als pabst oder was.. das sind ja zeiten wie im mittelalter hier, ach übrigens auf dem foto sieht mann ja auch die polizeo oder bgs die wen filmen?... richtig es werden die demonstranten gewesen sein, die habens ja auch verdient ins archiv der staatsfeinde zu gelangen, und zum thema heidenspassler: es scheint ja nur noch um die form und micht um die inhalte der katholischen glaubensgemeinschaft zu gehen: ein deutliches bekenntnis zum antisemitismus hat benedikt ja heute gefordert, wenn er doch nur, wie sein vorgänger, den katholischen antisemitismus dabei erwähnt und eingestanden hätte!

werner am 19.08.05 23:21

>wenn er doch nur, wie sein vorgänger,
>den katholischen antisemitismus dabei
>erwähnt und eingestanden hätte!

Warum? Der Papst ist in erster Linie keine Person sondern ein Amt. JP2 hat - wie du es erwähnt hast - diese Entschuldigungen mit der Bitte um Vergebung schon vorgebracht. Man muß nicht alles ständig wiederholen damit es seine Gültigkeit bewahrt.

Noch was zur Demo:
Eigentlich sollten die "Freigeister" der Kirche dankbar sein, weil sie sonst wahrscheinlich nicht mehr viel hätten, mit dem sie ihren Tag füllen könnten.

Frank am 21.08.05 08:55

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Bild von Sabine Tenta, Rechte: WDR

Der Spielplatz ist geräumt

Köln-Südstadt, Ubierring

Eben war ich im Spielplatz, aber der ist geräumt, also sitze ich davor. Keine Sorge, ich bin weder in eine regressive Phase abgerutscht und will in den Sandkasten, noch hat mich eine plötzliche Grammatikschwäche befallen. "Im Spielplatz" ist richtig, denn es ist eine Kneipe. Weil gleich ein Demonstrationszug in eben dieser … Mist, jetzt fängt es schon wieder an zu regnen. Gleich mehr.

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Bild von Stefan Domke, Rechte: WDR

Die bunteste Schlange der Welt

Köln, in der Schlange zum Dom

Am letzten Tag der Domwallfahrt sollte man nur aus zwei Gründen den Roncalliplatz betreten. Entweder, um sich in die Schlange der Wallfahrer einzureihen, die sich mit zeitweise beängstigendem Gedränge Richtung Domportal schiebt.

Die bunteste Warteschlange der Welt; Rechte: WDR/Domke

Oder aber, um seine schlechte Laune loszuwerden. Sie finden den grauen Himmel zu trist? Ihnen fällt zuhause die Decke auf den Kopf? Kommen sie schlecht gelaunt zum Dom und ich garantiere ihnen, sie gehen gut gelaunt wieder weg. Das Farbenmeer, die Gesänge, das internationale Lachen - hier guckt keiner griesgrämig drein. Das steckt an. Wer das nicht will, sollte zuhause bleiben.

Kleiner, ganz legaler Tipp am Rande: Wenn Sie wallfahren wollen und wenig Zeit haben: Das Blog: mit dem Parken hatte ich ja schon erwähnt. Aber wenn Sie dann noch den richtigen Aufgang (Bereich "D", gelb gekennzeichnet) aus der Tiefgarage nehmen, stehen sie nur fünfzig Meter vom Domeingang entfernt in der Schlange und haben rund 1 1/2 Stunden Warten gespart.

Abkürzung zum Dom; Rechte: WDR/Domke

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Bild von Marcus Bösch, Rechte: WDR

Alle wollen beichten

Köln Tanzbrunnen

Hier lang ; Rechte:DW/Bösch

Ich wollte beichten. Einmal in meinem Leben. In Halle 8 kann man das nämlich international erledigen. Priester aus aller Herren Länder sollen da bereit stehen, um den Jungs und Mädels die Last zu nehmen. Es gibt nur ein Problem. Alle wollen beichten. Jetzt und schon den ganzen Tag.

Alle wollen beichten ; Rechte: DW/Bösch

Auch die beiden Mädels aus Bayern neben mir wollen beichten. Eigentlich will ja nur die Eine. Denn die Andere hat beim besten Willen keine Lust, für's Beichten auch noch stundenlang anzustehen. Da hat sie Recht. Ich verzichte ebenfalls dankend. Vielleicht beim nächsten Mal.

Ich empfehle übrigens den Sangesbrüdern und Schwestern von der CD, die aus den fetten Boxen des Tanzbrunnens tönt, eine zünftige Beichte. Dieser schwülstig-emotionale Jesuspop ist nicht zu ertragen. Dann doch lieber 70er-Jahre Kirchenpop oder gleich das Repertoire der Mundorgel.

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Das Sakrament der Versöhnung (mit Gott)setzt aufrichtige Reue voraus.Es steht zu befürchten, dass es den SängerInnen daran fehlt...

Gerhard W am 19.08.05 19:07

Ungetauft beichten? ts, ts, ts... Oder ist's schon anders? ;-)

Petra am 19.08.05 20:05

Nein. Bis jetzt noch nicht. Sammle noch Gründe pro und contra ;-)

Marcus Bösch am 19.08.05 20:54

Na ja, hoffen wir das Beste. Muss ja auch nicht sofort sein...

Meine eigene Taufe (erst vor sieben Monaten) war auf jeden Fall ein ganz-ganz großes Geschenk. Aber jedem seinen eigenen Weg...

Petra am 19.08.05 22:44

Marcus hätte halt gebeichtet, dass er nicht getauft ist...

WJT-Blog-Süchtige am 19.08.05 23:46

Ich nehme an, dann wär's wohl ein Beratungsgespräch geworden, wenn auch keine Beichte... Vielleicht hätte er sich doch weiter noch anstellen müssen?! ;-)

Petra am 20.08.05 08:11

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Bild von Stefan Domke, Rechte: WDR

Parken bevor der Papst fährt

Köln, unter dem Roncalliplatz

Sie wollen sich entspannt in Köln auf Parkplatzsuche begeben? Dann zögern sie nicht. Kommen sie mit Ihrem Auto, solange der Papst noch in der Stadt ist. "So leer habe ich unser Parkhaus noch nie erlebt", meint die Kassiererin im Parkhaus unter dem Roncalliplatz. "Doch", fällt ihr dann ein, "als der G 8-Gipfel in Köln war."

Benedikt XVI. grüßt alle Tiefgaragenparker; Rechte: WDR/Domke

Am ersten Tag der Papstvisite war es gestern so chaotisch in der Stadt, dass sich heute keiner mehr hertraut. Und damit wären wir auch beim Pferdefuß der ganzen Geschichte: Parkplatz finden schön und gut, es könnte nur mit dem Hinkommen schwierig werden. Vor allem, wenn Benedikt mal wieder unterwegs ist. Schon eine halbe Stunde vor seinen An- und Abfahrten am erzbischöflichen Haus wird seine Fahrtroute weiträumig abgesperrt. Besser, Sie klicken hier, bevor sie losfahren:
WWW: Das minutiös durchgeplante Papstprogramm als pdf-Datei

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Bild von Marcus Bösch, Rechte: WDR

Pfannkuchen für den Papst

Köln Deutz, Pressezentrum

Alle zusammen - erst esse, dann reden ; Rechte: DW/Bösch

Eine Pressekonferenz im "Großen Rheinsaal". Einziges Thema: Das Mittagessen des Papstes. Sensationell. OK, zwölf international ausgewählte Jugendliche waren auch mit dabei. Ein wichtiges Treffen also. Schließlich ist Weltjugendtag.

Die wichtigste News: Die "Forelle blau", die Papst Benedikt beim gemeinsamen Mittagessen essen sollte, blieb ungegessen. "Zu kompliziert", habe der Pontifex bemerkt. Und dann auch lieber das vegetarische Gemüseomlett gegessen, das für die Jugendlichen vorgesehen war.

Wie sich das anfühlt mit dem Papst zu essen? Hier einige Antwortschnispel: "Es war eine Gnade", "Es war ein großes Gefühl", "Sehr beeindruckend". Meine Lieblinsantwort von dem Mädchen aus dem Kongo: " I´m all shook up". Hui, genau wie Elvis. Wie es geschmeckt hat? Das wissen sie alle nicht mehr so wirklich. War wohl auch eher nebensächlich.

Audio: "Am Ende war es echt locker", erzählt Anna aus der Nähe von Paderborn

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Bild von Sabine Tenta, Rechte: WDR

Konkret, krass, katholisch

Köln-Südstadt, vor dem Regen in ein Café geflüchtet

Cafétisch im Freien mit Regen, Rechte: WDR/ Tenta

Eben war ich zu Besuch bei den "Dauerfreiwilligen". Also bei denen, die JEDEN Tag eine gute Tat tun. Dazu verpflichtet schließlich das Halstuch und die Mitgliedschaft bei den Pfadfindern. In der Kölner Südstadt hat die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg zusammen mit scout missio ein Zeltlager aufgebaut, als Anlaufpunkt und Infopool. "Gestern hat hier der Bär gebrummt", erzählt Stefan Niesner zufrieden. Er betreut das Internetcafé der Pfadfinder, wo auch eifrig unser Weblog gelesen wird. Freut uns natürlich. In Bonn gibt es übrigens auch ein Pfadfinder-Zeltlager. Es ist jedoch von einer Abspaltung der DPSG, der "Katholischen Pfadfinderschaft Europas." Stefan sagt entschieden: "Die sind sehr konservativ, also ich könnte da nicht hinter stehen." Die T-Shirts, die bei der DPSG verkauft werden, schlagen auch einen ganz anderen Ton an: Auf einem steht fett "konkret, krass, katholisch."

T-Shirt und Stefan Niesner, Rechte: WDR / Tenta

WDR: Marias Scouts - Katholische Pfadfinderschaft Europas in Bonn

Ach ja, noch was. Mir persönlich gefiel im Zeltlager übrigens "Zelt A" besonders gut:

Schild mit der Aufschrift 'Zelt A und tent A', Rechte: WDR / Tenta

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tentA LOL!! ;-)

wuerstchen am 19.08.05 16:50

Vanitas, vanitas ;-)

WJT-Blog-Süchtige am 19.08.05 16:51

kapier ich nciht, wie tenta

werner am 19.08.05 23:11

@werner: Ihr Nachname, Mann! ;-)

Stefan am 19.08.05 23:39

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Bild von Stefan Domke, Rechte: WDR

Ich erkenn sie nicht

Köln, bei den Maltesern

Für Fürstin Gloria von Thurn und Taxis ist der WJT "die echte Loveparade". Hier gebe es "keine Drogierten" und auch "keine Pöbler". Sie scheint schlechte Partyerfahrungen gemacht zu haben in der Vergangenheit. Als sie noch durch ihre Haarpracht auffiel. Jetzt steht sie vorm Dom am Stand der Malteser und preist den Herrn. So unauffällig tut sie das, dass ich einen Malteser frage, ob die Fürstin schon da ist. Er grinst und zeigt einen Meter nach links.

Die Fürstin ist Päpstin; Rechte: WDR/Domke

Konservativ wirkt nicht nur ihre Frisur: "Nehmt nicht die Antibabypille!" und "Das ungeborene Leben hat keine Lobby" spricht die 45-Jährige in die hingehaltenen Mikrofone. Als auch ihre Kinder Albert (22) und Elisabeth (23) Ähnliches begeistert von sich geben und bekennen, dass sie zum Beten und Singen nach Köln gekommen seien, strahlt die Mutter. Schließlich hat sie die beiden mitgenommen, um ihnen zu zeigen, dass all jenes nicht wahr ist, "was über die katholische Kirche in der Presse steht".

Elisabeth, Benedikt und Albert; Rechte: WDR/Domke

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ich empfinde tiefes mitleid für die frau, ein bisschen love parade täte dem wjt ganz gut, statt dessen sind die heroen der katholischen jugend wieder in: bläck föös, höhner, 3 colonias spielen in der gegend auf jeder party und ich frage mich wie man das aushalten soll - live meine ich!
schade

werner am 19.08.05 23:26

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Bild von Marcus Bösch, Rechte: WDR

Gimme Event Baby

Köln, Zwischen Neu- und Heumarkt

Eventwerbung; Rechte: DW/Bösch

E.V.E.N.T. - Bis jetzt kannte ich den reichlich dämlichen neudeutschen Begriff nur mit "Super"-, "Mega"- oder "Pop"- vorne oder mit "-kultur" hinten dran.

Jetzt neu: Das "Papst-Event". Und nicht nur das. Denn Köln ist nicht mehr Köln. Sondern "Eventstadt". Nicht nur irgendeine, sondern "Eventstadt Europas"! Hallo? Alles klar da in der Abteilung der Stadtbeschilderung?

WWW: Das Papst-Event wird erforscht

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Schön find ich auch, dass sich die KVB auf Ihren Digitalanzeigen bei den PilgerInnen mit der Floskel anbiedert "Ihre KVB". Klar: DIE kennen den S...laden noch nicht. Bei denen glauben sie noch Punkte machen zu können...

WJT-Blog-Süchtige am 19.08.05 14:45

Eventstadt Europas aber spätestens dann, wenn der künftige Deutsche Meister 1. FC Köln die UEFA-Championsleague gewonnen hat. :)

Magnus am 19.08.05 15:42

Dämlich ist dieser selbst verliehene Titel in der Tat. Auch als Wahl-Kölner kann man sich nicht an den unangenehmen Hang der Kölner zur Selbstüberschatzung gewöhnen.

Gerhard W am 19.08.05 16:13

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Bild von Stefan Domke, Rechte: WDR

Umsonst-Postkarten

Köln, Domsüdseite

Benedikt kostet einen Euro, eigentlich; Rechte: WDR/Domke

Die Kiosk-Verkäuferin an der Südseite des Doms muss das Geschäft ihres Lebens machen, denke ich. Von morgens früh bis abends spät schieben sich die Pilger aus aller Welt auf dem Weg zur Domwallfahrt an ihren Postkartenständern vorbei.
Eine Momentaufnahme: Hier ein Benedikt-Motiv für Mutti. Hey, nicht schubsen. Da noch ein Dom bei Nacht für den daheimgebliebenen Bruder. Mann, drängelt doch nicht so von hinten. Ein Gefühl wie im Wasser, wenn Dich die Ebbe rauszieht. Äh, wo wird denn jetzt gezahlt? Doch der Sog der Menge ist stärker. Ich glaube, die Kiosk-Frau ist froh, wenn der Weltjugendtag vorbei ist.

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Bild von Stefan Domke, Rechte: WDR

(Be)Kehrung

Köln, am Rand der Altstadt

(Be)Kehrung in Köln; Rechte: WDR/Domke

Was der Kollegin Tenta bereits Blog: in Bonn auffiel, bestätigen die Kölner Profis. "Die sind viel sauberer als wie zu Karneval", erzählt mir der Chef eines Stadtreinigungstrupps. Leere Bierbüchsen seien Mangelware, was ich wenig überraschend finde. Beschwippst Papst gucken - da hört's dann doch auf, oder? Das einzige Problem seien die ganzen Flugblätter und Broschüren, die oft ungelesen auf dem Boden landen würden. "Beeenedikt, Beeenedikt", trällert im Hintergrund ein türkischer Straßenkehrer beim Fegen vor sich hin.

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Bild von Sabine Tenta, Rechte: WDR

Ratzekahl zum Schnäppchenpreis

Köln-Sülz, Zülpicher Straße

Schaufenster eines Frisörladens, Rechte: WDR / Tenta

Natürlich steht es mir nicht an, mich zur Frisur des Heiligen Vaters zu äußern. Aber nur mal so als Idee, also, falls er heute spontan Lust gehabt hätte, sich eine Tonsur schneiden zu lassen: Gleich ums Eck der Kölner Synagoge, auf der Zülpicher Straße, bietet ein Frisör den Mönchsschnitt mit Resthaarkranz für schlappe fünf Euro an. Das Sonderangebot gilt während des Weltjugendtages und läuft unter dem Motto: "Wir schneiden alles im Namen der Rose." Wenn das kein Service ist für Papst und Pilger! Bislang hat sich übrigens niemand den Schnäppchenschnitt verpassen lassen.

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Bild von Sabine Tenta, Rechte: WDR

Papstfestspiele - nachgefragt

Köln-Sülz, auf den Uniwiesen

Junge Frauen aus Frankreich und Belgien, Rechte: WDR / Tenta

Gestern jubelten hunderttausende Jugendliche dem Papst zu. Aber was denken sie über ihn? Ich frage eine Gruppe junger Pilgerinnen aus Frankreich und Belgien, die sich auf die Uniwiesen gelümmelt hat. Hätte ich in der Schule mehr Französisch gepaukt, wäre das Gespräch etwas flüssiger gelaufen. Aber auch auf Englisch klappt es ganz gut. Einige übersetzen fleißig hin und her. Hier das Ergebnis des trinationalen Austauschs: Die Stimmung gestern fanden sie super. Aber den Papst haben sie nur ganz klein gesehen (zwei Finger zeigen einen Abstand von fünf Zentimetern), "das war enttäuschend." Was sie über ihn denken? Achselzucken. "Wir kennen ihn doch noch gar nicht!" Klar, die Positionen von Kardinal Ratzinger sind ihnen bekannt ("sehr konservativ"). Sie hoffen, dass er als Papst etwas progressiver ist. Und dass sie ihn näher kennen lernen hier in Köln, denn deshalb seien sie ja gekommen. Vielleicht erfahren sie mehr morgen auf dem Marienfeld.

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Es sind nicht die Papstfestspiele, es sind die Jugendfestspiele gläubiger Christen. Der Papst und seine Botschaft ist Nebensächlich. Die Botschaft der Jugend der Welt ist wichtig: Lebensfreude und Friede in einem familieren Kreis. Der Papst ist alt, steif und nahe dem Tod. Die Jugend lebt und genießt ihre Zukunft.

Wolli Wutz am 19.08.05 13:36

@Wolli:
Wenn es tatsächlich ein WeltJUGENDtag wäre, dann hätte der Papst/Vatikan nicht entscheiden können, dass Jugendliche aus Kirchen-Reformbewegungen nicht erwünscht sind. Er will eben KEINEN Dialog mit der Jugend, sondern nur von ihr bejubelt werden.
Ein Skandal! Noch dazu, weil der Vatikan sich nicht einmal an den Kosten für diese Papst-Festspiele beteiligt, wenn ich richtig informiert bin.

WJT-Blog-Süchtige am 19.08.05 14:54

Die blonde Schnitte links ist ja ganz scharf. Blöd nur, kein Sex vor der Ehe und so ein Dreck... :-(

Magellan am 19.08.05 15:03

@ Magellan

Da fühlt frau sich ja gleich wieder voll in ihrem Mensch-sein angenommen - Körper und Geist und so...
Und da sagt man, die Kirche ist frauenfeindlich!

Sabine

Sabs am 19.08.05 15:41

@Sabine
Volltreffer!
...nun, frauenfeindlich, sexistisch und chauvinistisch sind in Wirklichkeit aller Erfahrung nach eher die meisten Atheisten und Antichristen. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Magnus am 19.08.05 15:44

Das komische an Kirchenreformbewegungen ist, daß sie sich selbst nicht als Kirche sehen, selbst wenn sie sich so nennen - denn sich selbst scheinen die nicht reformieren zu wollen. Fehler machen eben immer nur die anderen und beichten ist eh doof.

Ralf Bettker am 19.08.05 21:39

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Bild von Marcus Bösch, Rechte: WDR

Wir müssen leider draußen bleiben

Köln Roonstraße, Vor der Synagoge

Klettern für den Papst ; Rechte:DW/Bösch

Die Kollegen vom Radio, vom Fernsehen und die Fotografen neben mir haben auch keine spezielle "Pool"-Akkreditierung. Wir bleiben draußen. Wie die Schaulustigen, die Anwohner und die Pilger. Professionalisiert haben sie alle aber inzwischen ihre Ausrüstung. Ob Klappstuhl, Trittleiter oder gleich eine Bergsteigerausrüstung - um ihn zu sehen, ihm zu winken oder um "das" Foto vom Pontifex zu schießen: Erfindungsreichtum ist gefragt.

Nonnen im Zoo ; Rechte: DW/Bösch

Natürlich muss man als gläubiger Christ nicht immer überall da sein, wo der Papst ist. Auch wenn er zufällig gerade in der Stadt ist. Die Nonnen hier sah ich auf dem Weg von Riehl zur Synagoge.

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Betriebsausflug des Pinguingeheges

Peter Volhardt am 20.08.05 16:21

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Bild von Marcus Bösch, Rechte: WDR

Geschichte wird gemacht

Köln Roonstraße, Vor der Synagoge

Synagoge Köln; Rechte: DW/Bösch

Es ist das erste Mal, dass ein Papst in Deutschland eine Synagoge besucht. Die Erwartungen an Papst Benedikt sind hoch. Jedes seiner Worte wird unter die Lupe gelegt werden. Herrn P. ist das im Moment herzlich egal.

Roonstraße; Rechte: DW/Bösch

Er hat Zahnschmerzen. Und war bis eben auf dem Weg zum Zahnarzt. Es gibt da nur ein Problem. Denn die Zahnarztpraxis liegt auf der anderen Seite der Roonstraße. Und da kommt man jetzt nicht mehr hin. "Da kann ich jetzt keine Rücksicht drauf nehmen", sagt der Polizist. Nicht nur Herrn P. gehen die Absperrungen langsam aber sicher auf die Nerven. Aber so ist das halt, wenn Geschichte gemacht wird.

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Kommentare zum Eintrag Geschichte wird gemacht

hab gestern auch ein nettes foto vom papamobil gemacht

http://www.lettv.de/benedict.jpg
gruss

marc

Marc Manthey am 19.08.05 12:30

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Bild von Marcus Bösch, Rechte: WDR

Zettelwirtschaft

Köln Riehl

Ein Zettel der von Herzen kommt; Rechte: DW/Bösch

Wir schreiben uns Zettel. Wie verliebte Teenager. Eine andere Art der Kommunikation bleibt uns leider nicht. Wir laufen uns ja nie über den Weg. Morgens liegt eine Botschaft von Blog: Laura und Ligi im Flur. Abends kleben meine Tochter und ich den beiden eine Botschaft und ein frisch angefertigtes Pferdebild an die Tür.

Ich hoffe, wir sehen uns wenigstens heute abend noch einmal kurz. Denn es ist der letzte Abend, bevor Ligi und Laura und der Rest der Pilgerschar auf Blog: das Marienfeld pilgern. Falls es nicht mehr klappt: Laura und Ligi haben uns eingeladen ("You are invited in Alessandria (Italy) in our community"). Eine genau Adresse haben die beiden nicht angegeben. Ob sie stadtbekannt sind?

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Kommentare zum Eintrag Zettelwirtschaft

[[[ Hier hat die Redaktion einen Eintrag mit werblichem Inhalt gelöscht. Hinweise auf Feste in Kneipen sind nicht gestattet. (wdr.de) ]]]

am 19.08.05 08:55

Es ist vermutlich nicht schwer, Nonnen zu finden, wenn die Stadt, wo ihr Kloster ist, bekannt ist... :-)

Petra am 19.08.05 15:01

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Bild von Marcus Bösch, Rechte: WDR

Das Geheimnis fröhlicher Pilger

Köln Riehl

Alles happy oder was?; Rechte:DW/Bösch

Nein. Gesehen habe ich Blog: meine beiden Gastpilgerinnen heute auch nicht. Wie die es schaffen, spät nachts nach Hause zu kommen, um dann in aller Herrgottsfrühe froh und munter wieder loszuziehen, war mir ein Rätsel. Jetzt wird mir aber einiges klar.

Das Geheimnis fröhlicher Pilger liegt im viel geschmähten Pilgerversorgungspaket. Wer bitte sollte nach dem morgendlichen Genuss von "Happy Erdbeer" und der lustigen Diät-Halbfettmagarine "für eine fettmodifizierte Ernährung" nicht tanzend über die morgendlichen Straßen wandeln?

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Kommentare zum Eintrag Das Geheimnis fröhlicher Pilger

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