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Weltjugendtag-Weblog - Archiv vom 21.08.05

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Sonntag, 21.08.2005

Bild von Stefan Domke, Rechte: WDR

Hallo, Heiliger Vater

Köln, vorm Erzbischöflichen Haus

Extra wegen Ihnen bin ich noch mal zum Erzbischöflichen Haus gekommen, stand freiwillig ein letztes Mal im Papststau. Warum? Weil ich beim ganzen Bloggen in den letzten Tagen vergessen habe, "danke" zu sagen.
Sie mögen zwar ein konservativer Knochen sein, und als Modernisierer der katholischen Kirche werden sie vermutlich auch nicht in die Geschichte eingehen. Aber wenn ich so brennende Themen wie katholische Sexualmoral, Frauen im Priesteramt oder Ökumene mal außer Acht lasse, muss ich Ihnen meinen Respekt zollen: Sie haben für eine unglaublich mitreißende Veranstaltung in meiner Stadt gesorgt.

Der Papst sorgte nicht nur für Straßensperren; Rechte: WDR/Domke

Durch Ihre Einladung an die Jugend der Welt bzw. die Ihres Vorgängers war hier fünf Tage lang im positiven Sinn die Hölle los, ich selbst konnte das hautnah miterleben. Das Lachen, Singen, das friedliche Miteinander aller Nationen hat auch mich sehr schnell in seinen Bann gezogen. Faszinierend, dass gelebter Glaube so unbeschwert daher kommen kann. Naja, und für das gräusliche Essen und für das organisatorische Chaos können Sie ja nix. Vielleicht klappt's ja, und beim nächsten Weltjugendtag in Sydney darf auch ich an der Eucharistiefeier teilnehmen. Nicht, dass Sie das jetzt falsch verstehen, Blog: konvertieren werde ich Ihretwegen natürlich nicht.

Abfahrt der päpstlichen Karawane; Rechte: WDR/Domke

So, das wollte ich Ihnen eigentlich persönlich sagen. Aber ich hab nur Ihre Rücklichter gesehen. Nein, diesmal war ich nicht zu spät. Aber man kommt halt ziemlich schwer an Sie ran. Alles Gute, trotzdem!

Weitere Verweise zu Hallo, Heiliger Vater

Kommentare zum Eintrag Hallo, Heiliger Vater

Ja, dieses fröhliche und friedliche Miteinander der verschiedenen Nationen sowie der z.T. ja recht unterschiedlichen kirchlichen Gruppierungen war wohl ein Merkmal des WJT.Staunend und dankbar nimmt man es zur Kenntnis.

Gerhard W am 21.08.05 20:40

Ja, das wäre schön, wenn 2008 auch die Evangelischen legal an der Eucharistie teilnehmen könnten.

Die EKD war ja leider sehr arrogant. Der Huber taugt halt nicht. Die starre Haltung der Protestanten lässt mich schon überlegen zu konvertieren

Michael Karutz am 21.08.05 21:46

super arbeit. danke.

andrea am 21.08.05 22:09

@ alle Kommentierer: Wie erreicht man die, die einen irgendwo am Bildschirm über mehrere Tage und Nächte begleitet haben? Vielleicht, indem man zu seinem eigenen Eintrag einen Kommentar schreibt. Abgesehen von denen, die nur kommentiert haben, um kommentieren zu können, war Eure unsichtbare aber dennoch spür- und lesbare Anwesenheit ein für mich Neues, aber gar nicht unangenehmes Gefühl. Bis irgendwann aus KölnBielefeldHammSiegenWuppertalMünsterSydneyoderirgendwo!

Stefan am 21.08.05 23:01

Danke an euch drei, es hat Spass gemacht mitzulesen ;)
Hoffe man hört demnächst öfter was von euch ;)

Alexander am 21.08.05 23:15

Super Berichterstattung. Danke der Arbeit der vielen WDR-Mitarbeiter war ich "live" dabei und die gute Stimmung ist mit rübergeschwappt. Vielen Dank!

Lutz Beyert am 21.08.05 23:21

Auch wenn das jetzt sehr nachmacherisch klingt möchte ich mich dem vielen Lob für Euch 3 anschliessen.

Habe von den ersten Tagen an mitgelesen und fühlte mich sehr viel besser informiert als die "55h Live-Berichterstattung" mit denen Phoenix warb. Ihr habt ein vielfaches dieser Zeit pro Person berichtet und einem das Gefühl gegeben, selbst dabei gewesen zu sein - welches Medium kann das schon von sich behaupten.

Bitte mehr solche Berichterstattungen!

Aber schlaft erst mal gut.

PS.: Ich möchte nicht wissen, wieviel Arbeitszeit der Papst dank Euch auf dem Gewissen hat - Fernsehkucken im Büro ist ja zu auffällig aber ab und zu mal ins Blog zu kucken geht :-)

Martin am 21.08.05 23:57

War echt spitzenklasse,was ihr da gemacht habt!! Hoffentlich seid ihr auch in Sydney mit dabei! Vielleicht ja auch zur WM 06?;-)

Eine Bereicherung wäre es allemal!

Alles Gute und chapeau!
Patrick

Patrick am 22.08.05 00:23

Auch ich möchte meinen Senf jetzt hier noch abgeben: EINFACH KLASSE !!

Werden den Blog vermissen....

Patrick Pohl am 22.08.05 07:10

Vielen-vielen Dank Euch dreien für all die Strapazen, die Ihr auf Euch genommen habt, um uns praktisch "live" mit Nachrichten zu versorgen! Einen großen Applaus!!!

P.s.: Ja, Eucharistiefeier ist schon mal der richtige Ausdruck... :-)

Petra am 22.08.05 08:00

Habt Ihr gut gemacht, Leute! Ein echter Lichtblick in der Berichterstattung!! Ich werde Euch im Blog lobend erwähnen.

scipio am 22.08.05 09:42

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Bild von Sabine Tenta, Rechte: WDR

Von der Millionenstadt zum Dorf

Köln, Zuhause

Als ich heute morgen auf das Marienfeld kam, war es eine Millionenstadt, als ich es verließ, ein Dorf - zumindest was die Einwohner-Zahl betrifft. Da, wo Stunden zuvor noch unzählige Menschen beteten und sich betteten, wurde es immer leerer. Nach einer letzten Diensthandlung vor dem Marienfeld - morgen dazu mehr - bin ich aufs Rad gestiegen.

Marienfeld, leere Wiese mit Müllresten; Rechte: WDR/Tenta

Auf meinem Heimweg bin ich zur langsamen "Pilger-Entwöhnung" noch an Tausenden vollbepackten Menschen vorbeigefahren. Mit meinem Fahrrad wäre ich eigentlich relativ schnell an mein Ziel gekommen, wenn ich mich nicht granatenmäßig verfahren hätte. Als mir ein Habbelrather (das ist das kleine Örtchen neben Frechen) den richtigen Weg erklärte, schmachteten zwei junge WJT-Besucherinnen: "Ach, jetzt ein Fahrrad, das wär toll." Noch toller war, dass ich gar nicht die ganze Strecke mit dem Rad fahren musste, sondern einen privaten "Shuttle-Service" hatte.

Erschöpfte Journalistin auf dem Fahrrad, sie verstaut ein Fahrrad im Auto; Rechte: WDR/Tenta

Jetzt erst mal schlafen. Morgen gibt es dann meine WJT-Bilanz.

Weitere Verweise zu Von der Millionenstadt zum Dorf

Kommentare zum Eintrag Von der Millionenstadt zum Dorf

Gute N8!
Nach den 6 Tagen WYD haben wir uns alle eine Mütze voll Schlaf verdient.

cliff am 21.08.05 21:02

Hurra, Hurra, der WJT 2005 ist aus!
Bald komme Ich heim nach Köln - direkt von der Games Convention 2005.


Gruß
Nameless

Nameless am 21.08.05 21:14

An die 3 Blogger vielen lieben Dank für diese tolle Berichterstattung.
Leider hab ich das Weblog gestern erst gefunden, habe dann alle Berichte hintereinander verschlungen und bis eben sehnsüchtig auf jeden neuen Beitrag gewartet.

Ich war jeden Tag mitten drin im Geschehen, arbeite direkt in der Nähe vom Dom und hab mich das ein oder andere Mal über die vollen Bahnen und das Gedrängel geärgert.

Auf der anderen Seite hat mich die gute Stimmung der Pilger angesteckt und als ich dann auch noch das Glück hatte, den heiligen Vater aus nächster Nähe zu sehen (und er mich auch) ist die Euphorie auf mich übergesprungen.

Jetzt finde ich es schon fast schade, das die WJT vorbei sind, aber alles hat irgendwann ein Ende und kein Mensch kann immer weiter singen, tanzen und jubeln.

Danke an Euch, Danke an die Pilger, die diese Woche zu einem unvergeßlichen Erlebniss haben werden lassen, Danke an alle Helfer und Danke Benedikt XVI., Du hast mir den Glauben wieder an ganzes Stück näher gebracht und ich bin stolz, das wir Papst sind.

Ich hoffe die Pilger müssen sich nicht mehr allzu lange mit vollen Bahnen und Bussen rumplagen und kommen gut wieder nach Hause.

Und unseren drei Bloggern wünsche ich eine gesegnete Nachtruhe. Schlaft Euch aus, Ihr habt es Euch verdient! Ich freue mich schon auf Eure WJT-Bilanz.

Liebe Grüße,
Esther

Esther J. am 21.08.05 21:42

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Bild von Marcus Bösch, Rechte: WDR

Bye Bye Benedetto

Köln, Zuhause

Live im TV ; Rechte: DW/Bösch

Das Flugzeug rollt. Jetzt hebt es ab. Und ich melde mich morgen ein allerletztes Mal für mein WJT-Fazit. Zuerst jedoch: schlafen.

Weitere Verweise zu Bye Bye Benedetto

Kommentare zum Eintrag Bye Bye Benedetto

Hallo

Ich hoffe doch, dass man an anderer Stelle und zu anderen Themen weiterhin etwas von Ihnen allen zu lesen & hören bekommt.
Zwar habe ich das Blog erst spät entdeckt, aber gestern jegliche Rückstände aufgeholt und vom ersten Eintrag alles nachgelesen. ;-)
So etwas kann man sich nämlich wirklich nicht entgehen lassen, ihr Schreibstil ist einfach genial.
Ich freue mich auf weitere Einträge und Hinweise wo man nach Ende des WJT weiterhin Ihre Erlerbnisse mitverfolgen kann.

Schöne Grüße und eine gute Rückreise vom Marienfeld für alle, die sich dort noch aufhalten (und sich vermutlich auch noch etwas länger aufhalten werden)

Und für alle, die sich nicht mehr dort aufhalten: Einen schönen Abend, eine gute Nacht und keine Alpträume von übervollen S-Bahnen + Zügen, Straßensperren, Menschenmassen etc.

Ann-Kathrin

Ps. Ich hätte einige Fragen zum Thema Journalismus, die ich auf Grund der Themenabweichung nicht hier hineinschreiben möchte. Vielleicht gibt es ja eine andere Möglichkeit sie zu kontaktieren?


Ps. Heute Nachmittag ist der Kommentar am falschen Beitrag gelandet, sorry.

Ann-Kathrin am 21.08.05 19:49

...schade, dass alles schon vorbei ist...hab gerne in diesem blog gelesen...

lisa am 21.08.05 20:28

wirklich schade...

trotzdem - eine wohlverdiente gute Nacht!

sabs am 21.08.05 20:52

Hallo alle 3 Blogger,
das waren "hautnahe" Berichte !
Der Papst selbst wurde ja wohl Tag für Tag von professionellen Medien vielschichtigst dargestellt, aber diese 100.000-e von Jugendlichen aus allen Ecken der Welt und ihr "Dasein" in Köln schienen den Medien bis auf ein paar bemühte Ausnahmen nicht sehr viel Mühe wert zu sein. Diese 3 Blogs hier versuchten wenigstens ansatzweise + ganz großartig die Ereignisse aus persönlichen Sichtweisen zu betrachten. Danke !
Nun sitzt der Papst wieder gemütlich im Flieger, während am Marienfeld die Menschenmassen mit großer Disziplin in wirklich alle Welt wieder abreisen. Das dürfte noch einige Stunden dauern.
Und natürlich sollte es in diesen Blogs eine kräftige Nachlese - das kann ja doch auch bedeuten "zum nachlesen" - geben. [[[ Hier musste die Redaktion leider einen link entfernen. Sorry, aber das ist nicht erlaubt. (wdr.de)]]]
Schön wäre auch, Ihr könntet vielleicht noch auf den ein und anderen bisher noch nicht entdeckten neuen Blog verweisen, der die Berichte ergänzt !
Es war jedenfalls toll, mit Euch unterwegs zu sein !

Paoluccio am 21.08.05 21:05

Der Fundamentalisten-Führer zieht sich zurück! *freu*
Was für ein siegreicher Tag für uns Atheisten!


Gruß
Nameless

Nameless am 21.08.05 21:16

Hallo,
habe "das blog" auch erst sehr spät entdeckt und alle Beiträge aufgearbeitet, einfach genial....
Ich glaube,ich bin "blog süchtig"
geworden.
Danke für eure tollen Beiträge...

Margit am 21.08.05 22:11

baby,

du rockst! bin stolz auf dich!
verena

verena am 21.08.05 23:30

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Bild von Marcus Bösch, Rechte: WDR

Mindestens zehn Stunden...

Köln, Zuhause

Da hilft nur ein Hubschraubereinsatz ; Rechte: DW/Bösch

... soll die Rückreise der Pilger bis nach Köln dauern, sagt eine Verantwortliche im TV. Liebe Kollegen auf dem Feld oder auf dem Weg zurück, meine frommen Wünsche gehen an Euch. Wie wär's mit obigem Hubschrauber - stetes Objekt meiner Begierde während der kompletten Rückreise?

Frechen City - so nah und doch so fern ; Rechte: DW/Bösch

Ach so. Ich habe es übrigens geschafft. Musste nur eine knappe Stunde kurz vor dem Ziel meines ausgedehnten Fußmarschs (S-Bahn ) in Frechen warten. Warum? Natürlich wegen Benedetto. Im Auto. Und wissen Sie was? Diesmal war es mir so egal. Keine Lust mehr auf ein Foto vom Pontifex.

Über die Situation in der Bahn decke ich lieber den Mantel des Schweigens. Der Geruch von durchnächtigten Pilgern auf engstem Raum wäre sowieso nicht in Worte zu fassen.

Weitere Verweise zu Mindestens zehn Stunden...

Kommentare zum Eintrag Mindestens zehn Stunden...

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Bild von Sabine Tenta, Rechte: WDR

Rote Lippen muss man küssen

Marienfeld-Pressezentrum, neben einer Kostbarkeit

Irgendwann machen Akku und Ersatzakku schlapp. Darum bin ich nun im Pressezelt, wo es kostbare Steckdosen gibt. Cliff Richard hat eben tapfer seine ganzen Welthits gesungen. Darunter auch "lucky lips", den letzten Refrain auf deutsch: "Rote Lippen muss man küssen". Keine Sorge, der Auftritt des Weltstars passt zum Weltjugendtag: Immer wieder sagt er, wie toll er es findet, "to be here in cologne, öh, or, near cologne", zusammen mit all den Jugendlichen und dem Papst. Der Adel der reifen Popmusik, Sir Cliff, hat wahrscheinlich in seiner langen Karriere schon begeistertere Zuhörer gehabt. Verständnisvoll sagte er, "ihr seid ja alle schon fünf Tage da". Ja, und müde sind sie. Die meisten zumindest.

Cliff Richard auf der Bühne; Rechte: WDR/Tenta
Cliff Richard in echt: Der in der Mitte im weißen Anzug

Cliff Richard auf der Leinwand; Rechte: WDR/Tenta
Cliff Richard auf der Leinwand: Links neben dem WJT-Logo

Weitere Verweise zu Rote Lippen muss man küssen

Kommentare zum Eintrag Rote Lippen muss man küssen

Cliff Richard beim WYD? Sachen gibtz tzzz prust

Cliff am 21.08.05 16:55

Its a shame it isnt broadcasted on TV I can tel you thousends of Cliff fans like to see a bit from this and we all waiting for it.

Ich habe den ganze tag fernsehen gesehen nur zum sehen wenig von Cliff Richard, nicht eben ein seconde
haben wir gesehen that tut me seht viel leid.

ria simonis am 21.08.05 20:53

Wenn das Photo echt ist dann....glaub ich, da ist was schiefgelaufen! Wo sind die Zuschauer? Warum wurde dieses Konzert nicht für Donnerstag oder Freitag programmiert? Es war doch vorhersehbar, dass nach diesem intensiven Wochenende mit Vigil und Sonntagsmesse mit dem Papst, die Jugendlichen übermüdet waren und nur nach Hause wollten. Ich finde es sehr traurig für die Artisten die eingeladen waren, sei es nun Sir Cliff Richard, Patrick Nuo oder andere, die haben dies echt nicht verdient.

Liliane A. am 21.08.05 22:22

I full agree with you Liliane

we did see enough from other stuff in repeating why not put new stuff on it

Ria

ria simonis am 21.08.05 22:38

Sorry I can't speak German but back in the UK we were all waiting to see Cliff perform at this very special event and we didn't get a broadcast here. If it's true that most of the crowd had gone home what a disappointment it must have been for Cliff...a man with a very strong faith....and one who loves to perform to a crowd. There are many people in the UK who would have loved to have seen him perform at this event. I know that he would give of his best and he would have very pleased to be there. How sad if the crowd had gone home. He's not only a great singer but a man who lives a good Christian life and sets a fine example for young people to follow. They don't know what they were missing.

Christine Griffiths am 21.08.05 22:38

indeed a shame that the concert with Sir Cliff Richard was not broadcasted. he is the most famous christian !!!please programme such an even the next time earlier , now every body was leaving .

lydia sleegers am 22.08.05 12:34

Es tut mir für die Künstler leid, die auftreten mussten, als die Hauptveranstaltung mit dem Papst zu Ende war und alle nur noch weg wollten, was essen, schlafen, ein heißes Bad nehmen und nach Stunden in der Kälte wieder Wärme genießen. Und es lag noch ein beschwerlicher Weg vor ihnen. Man hätte das anders organisieren können.

I felt sorry for the artists who were only on after the main event with the Pope was finished - and everybody longed to be back at home to eat something, take a hot bath and sleep.
It should have been organized differently.

Uschi Arndt am 23.08.05 10:19

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Bild von Sabine Tenta, Rechte: WDR

Die heilige Erdbeere

Marienfeld, stetig schrumpfend

Dieser Weltjugendtag erschien für nicht-Eingeweihte wie eine Weltmeisterschaft im Fahnenschwenken. Die bunten Flaggen signalisieren nicht nur die Herkunft, sondern dienen auch der Orientierung einer Gruppe: Hier geht's lang. Ob hier Brüder und Schwestern des Ordens der heiligen Erdbeere unterwegs sind?

Pilger mit Erdbeerfahne; Rechte: WDR/Tenta

Weitere Verweise zu Die heilige Erdbeere

Kommentare zum Eintrag Die heilige Erdbeere

Hallo - wie läuft es denn so insgesamt - haben überhaupt alle eine Chance rechtzeitig bei den Bussen zu sein, die ja - so zumindest die Busse unserer Gruppen - um 18 Uhr los fahren sollen?
Gruß
Elisabeth Wiengarten

Elisabeth Wiengarten am 21.08.05 16:16

Liebe Elisabeth,
ich weiß selber noch nicht, wie ich hier vom Marienfeld wegkomme. Ich drücke dir aber die Daumen, dass ihr noch euren Bus bekommt. Gute Heimreise wünscht
Sabine

Sabine Tenta am 21.08.05 16:36

Hallo Sabine,
ich bin nicht auf dem Marienfeld, sondern sitze zu Hause und warte auf meine Kinder.
Bin gespannt was sie erzählen.
Alles Gute für dich.
Elisabeth

Elisabeth Wiengarten am 21.08.05 16:39

Muss mich jetzt verabschieden. Sabine, vergiss nie: Du hast es auf die "Pool-Tribüne" geschafft (Mist, wie verlinke ich jetzt deinen Eintrag "jetzt darf ich endlich"? Gebt mir ein Password!)! Ääh - und sag mal einer dem wol-f Bescheid: Is jetzt gut mit Abzappeln zu Cliff Richard. Also, Kinners, ich fahr jetzt den PC runter.

WJT-Blog-Süchtige am 21.08.05 16:40

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Bild von Stefan Domke, Rechte: WDR

Alles hat ein Ende...

Marienfeld, ein letztes Mal

...nur die Wurst hat zwei. Und weil mein Magen knurrt, plündere ich. Genau wie Tausende andere Pilger durchwühle ich die Verpflegungskartons, die auf dem Rasen liegen geblieben sind. Wegzehrung für den Heimweg. Die Blog: Erfahrungen meines Kollegen Bösch in den Wind schlagend, greife ich bei einer Fleischwurst namens "Ferdi Fuchs" zu.

Nicht mal der Hunger treibt's rein; Rechte: WDR/Domke

Ich hätte es lassen sollen. Wie konnten die jungen Pilger bloß eine Woche lang feiern, tanzen, beten, singen mit solch einer Nahrungsgrundlage?
Erstaunlich, dass die Portugiesen neben mir noch immer tanzen und musizieren. Sie singen das fröhlichste "Halleluja", was ich bisher gehört habe. So kraftvoll, so enthusiastisch, als habe der Weltjugendtag gerade erst begonnen.

Ich zeige ihnen "Ferdi Fuchs". "I've never seen it before", sagt mir lachend ein junges Mädchen. Das erklärt alles.
Cliff Richard betritt die Bühne, ich trete den Heimweg an.

Portugiesische Pilger - munter wie am ersten Tag; Rechte: WDR/Domke

Weitere Verweise zu Alles hat ein Ende...

Kommentare zum Eintrag Alles hat ein Ende...

LaOla für Herrn Domke! Freut mich übrigens, dass ich vorher helfen konnte... Aber bitte, gerne! Das ist doch das Mindeste, bei eurem Einsatz! Erhol dich gut, und dass du mir ja die Finger lässt von diesem Fraß...
P.S.: Ich bin WJT-BLOG-süchtig, nicht WJT-süchtig. Das ist was GAAAAANZ anderes!

WJT-Blog-Süchtige am 21.08.05 15:19

@WJT-Blog-Süchtige

Schade daß dein Name schon vergeben ist - ich hätte ihn gern angenommen ;-) Ich habe zwar nicht soviel mitgemischt wie du, bin aber doch mindestens fünfmal am Tag für meinen "Fix" zum Computer gekommen.

GAAAAAANZ GROSSES DANKESCHÖN AN ALLE DREI BLOGGER für all den Einsatz, für eure tolle Berichterstattung, vor allem für euren Humor und die wohlwollend-kritische Distanz !!!!!
Für uns Auslands-Rheinländer das Beste vom WJT, zusammen mit den Live-Übertragungen im Internet-Stream.

Stefan und Markus, ihr seht ja wirklich geschafft aus! Wo kann ich hinschreiben, um mindestens eine Woche Sonderurlaub für euch zu beantragen?

Love and prayers from sunny England!

Sabs am 21.08.05 16:01

Ein dickes Lob auch von mir an euch drei Blogger! Ich habe mich während der letzten Tage oft gefragt, "Wie machen die das nur?". Ihr habt ja wirklich schon fast in allen Lebenslagen gebloggt. Weil ich aus eigener Live-Blog-Erfahrung weiß, wie stressig das sein kann, wenn man gleichzeitig das Geschehen um sich herum beobachten, schreiben, Fotos hochladen und den Akkustand beobachten muss, kann ich wirklich nur sagen: RESPEKT!!!! (Denn ich musste nicht, anders als ihr, gleichzeitig auch noch mit einem MP3-Rekorder hantieren und kreuz und quer durch die Stadt sausen. ;-))

Auf jeden Fall war es extrem interessant, eure Einträge zu lesen. Da wird mir ab morgen wirklich was fehlen.

Fabian am 21.08.05 16:47

Hallo

Ich hoffe doch, dass man an anderer Stelle und zu anderen Themen weiterhin etwas von Ihnen allen zu lesen & hören bekommt.
Zwar habe ich das Blog erst spät entdeckt, aber gestern jegliche Rückstände aufgeholt und vom ersten Eintrag alles nachgelesen. ;-)
So etwas kann man sich nämlich wirklich nicht entgehen lassen, ihr Schreibstil ist einfach genial.
Ich freue mich auf weitere Einträge und Hinweise wo man nach Ende des WJT weiterhin Ihre Erlerbnisse mitverfolgen kann.

Schöne Grüße und eine gute Rückreise vom Marienfeld für alle, die sich dort noch aufhalten (und sich vermutlich auch noch etwas länger aufhalten werden)

Ann-Kathrin

Ps. Ich hätte einige Fragen zum Thema Journalismus, die ich auf Grund der Themenabweichung nicht hier hineinschreiben möchte. Vielleicht gibt es ja eine andere Möglichkeit sie zu kontaktieren?

Ann-Kathrin am 21.08.05 16:52

Ein insgesamt tolles Treffen. Schade nur, das die Abreise des Papstes in Köln auf der Riehler Str./Reichenspergerplatz durch einen Mißbrauch polizeilicher Gewalt überschattet wurde - DAS hatte der WJT nicht verdient - Pilger und Co. sind keine randalierenden Fußballfans !

Joe am 21.08.05 23:37

Hallo - habe mich ja schon an anderer Stelle verewigt. Wollte nur sagen - meine Kids sind wohlbehalten zu Hause. Sie haben viel Ferdi Fuchs mitgebracht - also auch Pakete aufgehoben - aber mehr weil sie über die weggeworfenen Nahrungsmengen erschüttert waren. Nina meinte, dass davon eine Woche lang ein kleine afrikanische Dorfgemeinschaft hätte leben können.
Es war wahrscheinlich schwierig zu organisieren - oder?

Zu Ferdi Fuchs -
unser Hund, Merlin, war noch nicht einmal so begeistert. Für ihn haben die drei nämlich die Wurst aufgesammelt - weil sie es immer noch besser fanden als sie vergammeln zu lassen.
Also scheint sie wirklich nicht so toll zu schmecken!
Danke für die Berichte ...... fasst doch mal eure Eindrücke in einem WDR-Buch zusammmen - bei eurem Stil wird es bestimmt eine schöne WJT-Erinnerung. So nun waschen und ab ins BEtt.....
Gute Nacht
Elisabeth

Elisabeth Wiengarten am 22.08.05 00:10

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Bild von Sabine Tenta, Rechte: WDR

Bahnhof Horrem total überlastet

Marienfeld, mittendrin, wo sonst

Gerade kommt die Durchsage, dass der Bahnhof Horrem total überlastet sei. Dann die dringliche Bitte hier, auf dem Marienfeld zu bleiben. Der Köder: Cliff Richard. Keine Coverband, sondern wirklich SIR CLIFF RICHARD! He, ist das nix? Die Massen ziehen weiter. Oder sind die Pilger zu jung, um Cliff Richard zu kennen?

Weitere Verweise zu Bahnhof Horrem total überlastet

Kommentare zum Eintrag Bahnhof Horrem total überlastet

ich hätte mich doch auf den weg machen sollen ...

nun mal auf wdr5 wjt-radio cliff zuhöre und die alten LPs rauskrame ...

wol-f am 21.08.05 15:11

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Bild von Sabine Tenta, Rechte: WDR

Jetzt darf ich endlich

Marienfeld, auf der Tribüne der Auserwählten

Es gibt tolle, wichtige Journalisten. Die sind "Pool-akkreditiert". Und es gibt Blogger, die vergebens versuchen, in die heiligen Bereiche vorzustoßen, um dem Papst ganz nah zu sein. Ich bin genauso wie Blog: Marcus daran gescheitert, näher vorzudringen. Aber jetzt, nachdem Beni-Superstar weg ist, darf ich es endlich: Auf der Pressetribüne Platz nehmen. Das Sicherheitsrisiko ist jetzt ja auch überschaubar.

Leere Pressetribuene; Rechte: WDR/Tenta

Immer wieder gibt es Durchsagen, doch bitte noch auf dem Marienfeld zu bleiben. Tor 1 sei jetzt ganz geschlossen. Kein Wunder, von dort ist wohl der Weg zu den Bussen und Bahnen besonders günstig. Irgendwo im Gewühle von Tor 1 wartet auch mein Fahrrad auf mich.

Bundeswehr-Bigband; Rechte: WDR/Tenta

Lange Zeit tröpfelte so komisch unaufdringliche Musik (bekannt aus jedem Aufzug, der was auf sich hält) durch die Lautsprecher. Aber nun hat das Musikfest begonnen, dass die Pilger auf dem Marienfeld halten soll. Die Bundeswehr-Bigband spielt. Die Massen gehen.

Weitere Verweise zu Jetzt darf ich endlich

Kommentare zum Eintrag Jetzt darf ich endlich

die BUNDESWEHR-BigBand???? Wie bitte? Spielen die zum Kreuzzug auf? Oder waren die schön günstig, weil sie in Personalunion Sicherheitskräfte und MusikerInnen verpflichten konnten????
Ich bleib hier dran! Das Beste scheint noch zu kommen...

WJT-Blog-Süchtige am 21.08.05 14:39

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Bild von Sabine Tenta, Rechte: WDR

Aber gleich, wenn er rollt....

Marienfeld, sitzend inmitten einer Völkerwanderung

Rollenkoffertragender Pilger; Rechte: WDR/Tenta

Inmitten all der berucksackten Pilger finden sich vereinzelt auch Kofferträger. Auf einer verschlammten Wiese sind sie jetzt eindeutig im Nachteil, aber ich bin sicher, sobald wieder Asphalt unter seinen Füßen ist, werden diesen Reisenden neidische Blicke begleiten.

Weitere Verweise zu Aber gleich, wenn er rollt....

Kommentare zum Eintrag Aber gleich, wenn er rollt....

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Bild von Stefan Domke, Rechte: WDR

Tauschgeschäfte

Marienfeld, endlich in Block C 10

"Aber ganz schön spät", sagt Maria zur Begrüßung, freut sich aber, dass ich sie und Benedikt dann doch noch gefunden habe. (Hatte elend lang im falschen Block Ausschau gehalten...) Und nur zur Erklärung: Die beiden jungen Pilger mit den so symbolträchtigen Namen gibt es wirklich: Ich habe sie bei meiner ersten Pilgerfahrt nach Rom kennengelernt. Wir saßen zusammen 24 Stunden im Bus, um bei der Trauerfeier von Papst Johannes Paul II. dabei zusein. Die beiden als Pilger, ich als Beobachter.

Maria mit WJT-Fahne, Maria mit neuem T-Shirt; Rechte: WDR/Domke


"Ich bin froh, dass der WJT jetzt vorbei ist", rutscht es mir heraus, was Maria mit einem Stirnrunzeln zur Kenntnis nimmt. "Ich nicht, ich freu mich schon auf Sydney 2008." Hmm, Bloggen aus Australien? Keine wirklich schlechte Idee...
Während Benedikt versucht, den geordneten Rückzug seiner Jugendgruppe einzuleiten, investiert Maria bereits in die Zukunft: Eine Australierin zieht mit Marias Weltjugendtagsflagge von dannen, sie selbst nennt nun ein Sydney-T-Shirt ihr eigen.
"Macht's gut ihr zwei, vielleicht bis Sydney!"

Benedikt delegiert; Rechte: WDR/Domke

Weitere Verweise zu Tauschgeschäfte

Kommentare zum Eintrag Tauschgeschäfte

Stefan, du Schussel! Und ich schreib noch: "C10!" Vielen Dank, komm gut nachhause und viel Erfolg auf dem Fundbüro am Montag wünscht

die WJT-Blog-Süchtige am 21.08.05 14:01

Hi, bloggen aus Australien ist bestimmt super, gibts dafür Sonderurlaub?
Ich freue mich auf Sydney 2008.

War wirklich toll hier.
Viele Grüße auch an die WJT-Blog-Süchtige.
2008 wieder dabei?

Nicole am 21.08.05 14:08

@Nicole
Danke der Nachfrage! Bei DEM Austragungsort dann aber lieber live! Muss ja nicht auf dem WJT-Gelände sein...;-)
Schöne Grüße unbekannterweise

WJT-Blog-Süchtige am 21.08.05 14:15

wenn man jetzt losschwimmt ... müsste man doch ankommen, rechtzeitig, aber wieso 2008? im wjt-radio von wdr5 wurde verschiedentlich 2007 gesagt ... mein ich .. na jaaa etwas schneller schwimmen ...

wol-f am 21.08.05 14:25

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Bild von Sabine Tenta, Rechte: WDR

Verständnisvolle Eltern

Marienfeld, inmitten vieler Plastikplanen

Cordula Klaus, Bettina Gruska, Frank Klaus (v.l.); Rechte: WDR/Tenta
Cordula Klaus, Bettina Gruska, Frank Klaus (v.l.)

In aller Welt warten nun bestimmt Eltern auf die Heimkehr ihrer Kinder und sind gespannt auf deren Berichte. Cordula und Frank Klaus verlassen sich nicht auf Auskünfte aus zweiter Hand. Die Eltern von Fabian sind heute früh um drei Uhr in Thüringen, genauer im Eichsfeld, aufgebrochen, um selbst dabei zu sein. Fabian ist "irgendwo dahinten" - Frank Klaus zeigt weit übers Marienfeld. Seit einer Woche ist der 19-jährige Fabian mit seiner Gruppe in Köln und wird auch mit ihr zurückfahren. Ihn hier zu treffen, diese Hoffnung hatten die Eltern auch gar nicht. "Also, wenn er hier irgendwas verliert oder vergisst, das glaub ich ihm sofort", sagt Cordula Klaus. Sehr verständnisvoll von ihr.

Weitere Verweise zu Verständnisvolle Eltern

Kommentare zum Eintrag Verständnisvolle Eltern

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Bild von Sabine Tenta, Rechte: WDR

Die Pilger-Polonäsen

Marienfeld, mittendrin

Pilger verlassen das Marienfeld; Rechte: WDR/Tenta

Ja, Stefan, die Pilger verlassen das Feld vor dem Schlusspfiff, und sie haben pfiffige Strategien entwickelt, trotz des Gewusels zusammen zu bleiben. Am besten für abreisende Gruppen scheint die Pilger-Polonäse zu sein. Eine lange Schlange, jeder fasst an die Schulter oder den Rucksack oder zumindest einen Rucksackzipfel der Vorderperson. Hauptsache zusammenbleiben! Denn was soll der Spanier in Polen und die Französin in Italien. Da fahren sie gewiss auch gerne mal hin, aber jetzt wollen alle nur noch eins: nach Hause.

Weitere Verweise zu Die Pilger-Polonäsen

Kommentare zum Eintrag Die Pilger-Polonäsen

Bevor sich hier jetzt langsam alles auflöst, auch von meiner Seite ein herzliches "Dankeschön!" an euch drei! Gönnt mir eine langsame Entwöhnung. Nur noch, ein, zwei Einträge...BITTE!!!

WJT-Blog-Süchtige am 21.08.05 13:29

Auch von mir vielen herzlichen Dank an die 3 mitpilgernden Autoren!!!Fand Eure Kommentare+ Bilder interessanter als TV.Stattdessen dazu das ebenfalls ausgezeichnete WDR-WJT-Radio.Keine Lobhudelei sondern distanzierte Berichterstattung.Und schliesslich natürlich meine eigenen Eindrücke beim Durchstreifen der Stadt.Die Fröhlichkeit der Pilger auf den Strassen u. Plätzen, die Betroffenheit und Nachdenklichkeit der Menschen beim Treffpunkt der Taizé-Gemeinschaft in St. Agnes, die Stille bei der Anbetung in St. Severin und und und...

Gerhard W am 21.08.05 13:46

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Bild von Marcus Bösch, Rechte: WDR

Soll das Schicksal sein?

Habbelrath, Klosterstraße

Fertig ; Rechte: DW/Bösch

Vier Kilometer bis zum Shuttle-Bus??? Alles klar! Die beiden alten Damen schicken mich an der Weggabelung nach rechts. Das sei der kürzeste Weg. Mehr will ich auch gar nicht. Und dann? Stellt sich heraus, dass ich bis nach Frechen laufen muss. Ausgerechnet Frechen. Da, wo mein Blog: Pilgermarsch im Selbstversuch scheiterte.

Am Ende der Welt ; Rechte: DW/Bösch

Ist das ein Zeichen? Der Polizist in Habbelrath grinst. Und sagt, es seien nur noch fünf Kilometer. Ich bin am Ende. Die Akkus übrigens auch.

Weitere Verweise zu Soll das Schicksal sein?

Kommentare zum Eintrag Soll das Schicksal sein?

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Bild von Stefan Domke, Rechte: WDR

Eucharistie unterm Limonadenschirm

Frechen, Marienfeld, Block D10

Dass einmal Polizisten verhindern würden, dass ich pünktlich zum Abendmahl komme, hätte ich nicht für möglich gehalten. Naja, hätte ich ja eh Blog: nicht mitmachen dürfen. Was ich ziemlich frech finde ist, dass sich nicht wenige Pilger mit der noch nicht ganz zerkauten Hostie auf den Heimweg machen. Dass ist ja so, als wenn man in der 89. Minute das Fußballstadion verlässt, um dem Stau zu entgehen. Während viele Pilger um mich herum Schlange stehen, um zum Priester unter dem Orangenlimonadenschirm vorgelassen zu werden, brauch ich eine Verschnauf- und Tipppause.

Gesponsertes Abendmahl; Rechte: WDR/Domke

Unorganisierte Ordnungskräfte haben es tatsächlich geschafft, dass ich das Marienfeld heute von einer ganz anderen Seite kennenlernen durfte. Blog: Maria und Benedikt warten hier irgendwo in Block D10 auf mich. "Wir haben gelbe Tücher", lautete die letzte SMS. Da sind sie leider nicht die einzigen.

Nein, hier dürfen Sie nicht rein; Rechte: WDR/Domke

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Kommentare zum Eintrag Eucharistie unterm Limonadenschirm

Hey Stefan!
In der SMS stand "C10", nicht "D10" (Das ist hier ja wie beim Kasperletheater)...

WJT-Blog-Süchtige am 21.08.05 12:38

die wege des herrn ...sind unergründlich ... fg

wol-f am 21.08.05 12:57

vielen, vielen dank für die tolle berichterstattung.
habe selbst - als evangelische - pilger aufgenommen und war so recht nahe am geschehen. allerdings hatte ich kaum den nerv, mich ins getümmel zu stürzen. deshalb war ich froh, dieses weblog entdeckt zu haben, was mir einige stunden erheiterte und ganz andere seiten des weltjugendtages zeigte!
danke!

Katrin am 21.08.05 13:23

Hallo WJT-Süchtige,

ohne Deinen Eintrag ständ ich jetzt wahrscheinlich immer noch doof nach gelben Tüchern Ausschau haltend ikm falschen Block herum. Danke!

Stefan Domke am 21.08.05 13:55

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Bild von Sabine Tenta, Rechte: WDR

Schnee auf dem Marienfeld?

Millionenstadt in der Nähe von Köln, wenige hundert Meter vom Papst entfernt

Als ich heute morgen auf dem Marienfeld ankam erschrak ich erst mal, als ich das sah:

Blick auf Schotterweg; Rechte: WDR/Tenta

Schnee auf dem Marienfeld? Nein, es ist eine Plane, die zur Befestigung unter den Schotter gelegt wurde.

Schild fordert auf, die Schuhe auszuziehen; Rechte: WDR/Tenta

Schuhe aus im Wohnzimmer! Diese Aufforderung ist zwar verständlich...

Schlammige Wiese; Rechte: WDR/Tenta

... aber leider nicht zu befolgen.

Es gibt viele Möglichkeiten, an der Messe teilzunehmen. Schlafend, dösend, aufrecht stehend, mit Blick auf den "bewölkten" Himmel, direkt, wo Benedikt die Messe zelebriert, oder mit Blick auf eine der vielen Großbildleinwände. Es gibt auch einige Logenplätze:

Jugendliche sitzen auf einem Container; Rechte: WDR/Tenta

Vom Bereich A kann ich mit einem Tele sogar den Papst so fotografieren, dass man ihn fast erkennen kann:

Papst; Rechte: WDR/Tenta

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Kommentare zum Eintrag Schnee auf dem Marienfeld?

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Bild von Marcus Bösch, Rechte: WDR

Ich bin raus

Marienfeld, Vor Tor 8

Die beiden Damen ; Rechte: DW/Bösch

Ich habe das Feld durchmessen. Von West nach Ost. Von Süd nach Nord. Jetzt stehe ich plötzlich schon wieder draußen. Und ich glaube, das war's für mich. Ich bin müde. Ich kann nicht mehr. Hier sehen Sie mein letztes mobiles Büro. Die Damen heißen Jenny und Isi, kommen aus Duisburg und haben ihre Eltern verloren. Jetzt sitzen Sie hier auf diesem Metallgerüst zwischen Pilgeressensresten und Notebook und warten auf das Ende.

Vor mir liegen jetzt vier Kilometer Marsch. Dann hoffentlich ein Shuttle-Bus. Mein Fahrrad. Und dann die Badewanne. Natürlich werde ich mich dann umgehend wieder melden, nach einem kleinen Nickerchen. Schließlich fehlt noch das Fazit. Und eine Entscheidung beim Thema Rheintaufe. Domke/Tenta, bitte übernehmen Sie.

Audio: Jenny und Isi sagen Tschö

Weitere Verweise zu Ich bin raus

Kommentare zum Eintrag Ich bin raus

Tschööö Marcus, hoffe das die Heimreise problemlos verläuft, meine Kollegen und Kolleginnen müssen noch ein bisschen im Rewe Mohr arbeiten, hoffe das einige Pilger auf dem Weg zum Bahnhof Horrem die Mittelstraße entlanggehen und sich noch ein wenig Proviant mitnehmen.

Ich grüße dann man auch mal Jenny und Isi hoffe das ohr eine schöne Zeit hier hatten und MArcus natürlich auch.

Gruß Nicole

Nicole am 21.08.05 11:51

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Bild von Stefan Domke, Rechte: WDR

Eine SMS von Benedikt

Zwischen Köln und Frechen

"Weißt Du, wo Maria ist?", hatte ich Benedikt gestern Nacht per SMS gefragt. Und wie erwartet, hat er sich bei mir gemeldet: "Wir sind alle in C 10." Dahin bin ich jetzt unterwegs. Gehe allerdings davon aus, dass ich erst in der zweiten Halbzeit bei ihnen eintreffen werde. Schon zu Zeiten, als ich noch jeden Sonntag Gottesdienste besuchte, stand meine übliche Startzeit meinem Glauben manches Mal im Weg.
Und wo ich die beiden kennengelernt habe? Bei meiner ersten Pilgerreise: Zur Trauerfeier von Johannes Paul II.

SMS von Benedikt; Rechte: WDR/Domke

Ich bin gespannt, ob ich heute Morgen meine Schuhe anbehalten darf. "Only without shoes", hieß es gestern Nacht mehr als einmal, wenn ich einen der fußballfeldgroßen Schlafbereiche betreten wollte. Am Ende der Vigilfeier war das Marienfeld nicht nur das größte Schlafzimmer, sondern auch die weltgrößte Sammlung von verdreckten Socken.

Auf Socken durch den Schlamm; Rechte: WDR/Domke


WDR: Die Fahrt zur Trauerfeier von Johannes Paul II. zusammen mit Benedikt und Maria

Weitere Verweise zu Eine SMS von Benedikt

Kommentare zum Eintrag Eine SMS von Benedikt

Ja, ja, der Herr Domke im Zentrum der Macht: Flüster dem Bene doch mal, er soll sich nicht so anstellen, wegen der Frauenordination, der Kondome und der Ökumene. Ach ja, grüß schön, auch Maria!

WJT-Blog-Süchtige am 21.08.05 11:13

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Bild von Marcus Bösch, Rechte: WDR

Zu früh gefreut

Komplett außerhalb des Marienfeldes

Gleich kommt er ; Rechte: DW/Bösch

Tja, das war wohl nichts. "Verlassen Sie umgehend den Bereich" "Ja, aber ich..." "RAUS!!!". Na gut. Ich beuge mich höherer Gewalt. Und das fünf Minuten bevor der Papst ankommt. Verdammt. Als Dank komme ich jetzt nicht mal mehr ein bisschen ran. Muss die komplette Schneise bis zum Ende laufen (dabei das Marienfeld verlassen) und mich dann mit einem genervten Polizisten anlegen. Und wofür das Ganze?

Und weg! ; Rechte: DW/Bösch

Für dieses verhuschte Foto. Können Sie Benedikt sehen? Nein? Ich auch nicht. Einziger Trost: Den Kollegen vom NDR geht es ähnlich. Der Gottesdienst beginnt jetzt. Und ich bin weiter vom Papst weg als jemals zuvor.

Weitere Verweise zu Zu früh gefreut

Kommentare zum Eintrag Zu früh gefreut

Oha, unterwegs im Namen des Herrn ...
und dann sowas!
Aber wie sagten schon Jake und Elwood dazu:

"It's a 106 miles to Chicago, we got a full tank of gas, half a pack of cigarettes, its dark and we're wearing sun glasses."
"Hit it!"

Du wirst schon nen Weg finden ;-)
Bin ich mir sicher!

Thomas Böhm am 21.08.05 10:04

Hallo Marcus,

mach dir nix draus, vielleicht hört man von da aus die Musik schlechter - ich winde mich gerade. Wer hat dieses Kaufhaus-Möchtegernjazz-verschwurstelte-
totgekochte Klangemüse ausgesucht? Vielleicht ist das auf dem Feld anders, vom Fernsehen aus zerschlägt sie jede Stimmung völlig und macht's ernsthaft schwer, sich auf den Gottesdienst zu konzentrieren. Ich weiß, jeder singt das Lob des Herrn so gut er kann, aber... *seufz*

Eva am 21.08.05 10:56

Nicht nerven lassen, einfach dranbleiben ! Von guter Journaille haben diese ganzen blanknerven "Sicherheitskräfte" nicht die geringste Ahnung ! Zeigt doch solche Nervenbündel auch mal !

Paoluccio am 21.08.05 11:12

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Bild von Marcus Bösch, Rechte: WDR

Mein Weg zum Papst

Im inneren Zirkel

Ganz nah ; Rechte: DW/Bösch

Diese Hobby-Securityguards in den gelben T-Shirts haben absolut keine Ahnung. Schickt mich der eine in die eine Richtung, schickt mich der nächste prompt zurück. Manchmal ist das aber auch ganz nützlich. Denn auf einmal bin ich näher am Geschehen als jemals zuvor.

"Only for priests", sagt nämlich einer dieser gelben T-Shirt-Träger. Gut dass er das zu den beiden Pilgerinnen neben mir sagt. So kann ich nämlich still und leise durch den Kontrollpunkt schlüpfen. Yippieh! Jetzt bin ich im inneren Zirkel der Macht. Und fühle mich wie ein Priester oder wie ein Popstar.

Links und rechts der Schneise stehen nämlich Horden von Sicherheitstypen, Polizisten und hinter den Absperrgittern: Pilger auf der Suche nach dem Papst. Jetzt nur keinen Fehler machen. Unauffällig weitergehen. Und mal gucken, wie weit ich komme. Leider sehe ich nicht im geringsten aus wie ein Priester, sondern eher wie ein ziemlich derangierter Durchschnittspilger.

Weitere Verweise zu Mein Weg zum Papst

Kommentare zum Eintrag Mein Weg zum Papst

Hallo - ich habe ja gestern schon mal geschrieben.
Gibt es eigentlich auch von außerhalb die Möglichkeit etwas über die Tafeln senden zu lassen. Aus unserer Gruppe Beelen - NRW - Nähe Warendorf (Reiterstadt) die Meike Vennemann dabei - wird heute 18 Jahre alt - kann man ihr einen Glückwunsch senden.
Gruß Elisabesth Wiengarten

Elisabeth Wiengarten am 21.08.05 09:24

Keine Ahnung. Wenn ich könnte gerne. Aber auch so: Hallo Meike alles Gute.

Marcus Bösch am 21.08.05 09:39

Danke - war ja auch nur ein Versuch.
Ich finde ihr macht es hier super!
Alles Gute Elisabeth

Elisabeth Wiengarten am 21.08.05 10:19

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Bild von Marcus Bösch, Rechte: WDR

2 von 1.000.000

Marienfeld, D5

D5-Area ; Rechte: DW/Bösch

Ich hab's nochmal versucht. Aber Laura und Ligi bleiben unauffindbar. Die Suche gestaltete sich in etwa so wie die nach der Nadel im Heuhaufen. Oder besser: Zwei Nadeln im Heuschober. Einzige Information: Suchen Sie hinten links. Hoffe die beiden haben besser geschlafen als ich. Im Gepäck hatten sie allerdings nur zwei dünne Decken.

Weitere Verweise zu 2 von 1.000.000

Kommentare zum Eintrag 2 von 1.000.000

Hallo Marcus, Sabine und Stefan,
ich erlebe die Tage hier im Dienst- kein Fernseher- aber eure Berichte, Bilder, all die persönlichen Dinge- irgendwie fühle ich mich dabei, ja, ich bin dabei.
Danke euch und auch dem ganzen WDR-team, wünsche dir und euch einen schönen Tag, Begegnungen, die ihr in euch abspeichern könnt, die ihr in eurem Herzen weitertragen könnt, - nun, alles Gute,

freue mich weiter auf eure Berichte
und danke!

Andreas

Andreas am 21.08.05 09:20

Hallo Andreas,

recht herzlichen Dank Dir und natürlich auch allen anderen die Kommentare schicken und geschickt haben. Ein freundliches Feedback tut sehr gut. Vor allem bei vollkommener Übermüdung ;-)

Beste Grüße,
Marcus

Marcus Bösch am 21.08.05 10:02

Guten Morgen Marcus, Stefan und Sabine,

ich möchte Euch auch danken für die Berichte. Dadurch erfährt man doch mehr als nur durchs Fernseh.
Was macht ihr nach dem WJT?

Gruß Nicole

Nicole am 21.08.05 10:39

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Bild von Marcus Bösch, Rechte: WDR

Danke nochmal

Marienfeld, Auf dem Dach des THW-LKW

Mein aktueller Schreibtisch ; Rechte: DW/Bösch

Ich überlege ernsthaft, dem Unterstützerkreis des Technischen Hilfswerkes beizutreten. Blog: Diese unfassbar netten Herren des THW kennen mich inzwischen ja schon. Kaum sitze ich am Tisch, bekomme ich ein Frühstück im Plastikbeutel (Zwei belegte Brötchen, Schokoriegel, O-Saft, Apfel) und frisch gekochten Kaffee. Der Generator neben mir brummt sanft und gibt das, was ich jetzt am meisten brauche: Wärme.

Die Menge ist wach ; Rechte: DW/Bösch

Danach darf ich dann mit wackeligen Beinen auf das Dach des Lkw klettern. Ich bin offensichtlich nicht alleine zu christlicher Stunde aufgewacht. Bis zum Ende des Horizonts stehen Menschen. Ob der Papst schon wach ist? In gut einer Stunde soll er zum Feld aufbrechen.

Weitere Verweise zu Danke nochmal

Kommentare zum Eintrag Danke nochmal

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Bild von Marcus Bösch, Rechte: WDR

Guten Morgen

Auf der Wiese

Schön ist der Morgen? ; Rechte: DW/Bösch

Sieht idyllisch aus? Ist es aber nicht. Hinter mir liegen Stunden der langsamen Verzweiflung. An Schlaf war nämlich nicht zu denken. Leidlich bequem war es zunächst zwar schon, eingerollt im Schlafsack auf der Isomatte, auf der Plane, auf der nassen Wiese. Es ist und bleibt aber höllisch laut. Alle vorhandenen Trommler scheinen sich hundert Meter weiter auf der Flaniermeile getroffen zu haben. Dazu eine Horde brüllender Spanier ("VIVA ESPANA. VIVA BENEDETTO").

Der Morgen kommt ; Rechte: DW/Bösch

Dann passiert das, was immer passiert, wenn man außerhalb mediterraner Landstriche unter freiem Himmel nächtigen will. Gegen morgen wird es bitterkalt. Ich denke sehnsüchtig an den Kapuzenpullover, den ich aus Platzmangel wieder aus dem Rucksack genommen habe. Ich spüre die nassen Hosenbeine, die nicht mehr trocknen werden. Die Feuchtigkeit klettert langsam in den Schlafsack, schiebt sich durch alle Ritzen. Fühle mich ein bisschen so, als ob ich angezogen in einer halbgefüllten Badewanne schlafen soll. Das Wasser in der Wanne ist kalt.

Star Wars? ; Rechte: DW/Bösch

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Kommentare zum Eintrag Guten Morgen

guten morgääääähn ... aufs marienfeld ... ooooh ... da wollt ich den wecker spielen mit frischen brötchen vom bäcker gegenüber ... und muss sehen dass Sie schon wieder fleißig berichtet haben ... hier ... rund 60 km nördlich von frechen ist es auch sooo neblig ... mal ein paar warme decken rüberreicht ... wie ist es denn mit heißem kaffee??


gestern wllte ich während des livestreams von der vigil (ohne ton) - im hintergrund lief wdr5-wjt-radio auf mittelwelle (seeehr schlechter empfang)- kamera-auf-nasenspitze- verwöhnt etwas über die technik des papsthügels erfahren - goggle hat sich allerdings aarg bedeckt gegeben - wissen Sie etwas darüber - wie weit hat man von unten überhaupt ne chance etwas "live" zu erlben von dem was sich "da oben" unterm himmel abspielt ... menschliche neugier über "das da" im himmel ...


kaffee - vorsicht heiß
brötschen - auch noch warm
wol-f

wol-f am 21.08.05 07:34

live erleben hieß gestern für fast alle "hier unten" auf die leinwand gucken. aber wie bereits erwähnt: ergreifend und groß. trotzdem.

beste grüße nach norden,
marcus bösch

Marcus Bösch am 21.08.05 07:40

Lieber Marcus
nachträglich leide ich ( als ehemalige Camperin) mit. Möge die Sonne ganz schnell "erscheinen" und Dich und alle Pilger wärmen.
Danke für die herzerfrischenden Blogs, ich hab sie alle begeistert gelesen und fühle mich so, als wäre ich live dabei gewesen.
Einen wärmenden Strahl schickend wünsche ich euch allen einen schönen Sonntag.
Mit lieben Grüßen aus Neuss
Irene

Irene am 21.08.05 08:45

Mensch, Marcus! Der Typ da rechts auf dem letzten Bild trägt deinen Kapuzenpulli!

WJT-Blog-Süchtige am 21.08.05 11:04

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Bild von Stefan Domke, Rechte: WDR

Wo ist Maria?

Köln, im Warmen

So. Blog: Wie versprochen habe ich Johannes XXIII. für den Kollegen illuminiert.

Johannes XXIII. leuchtet; Rechte: WDR/Domke

Jetzt werde ich Benedikt noch kurz eine SMS schicken. Vielleicht hat er eine Ahnung, in welchem Areal auf dem Marienfeld ich morgen beim Abschlussgottesdienst Maria finden kann.
Halt! Bevor es jetzt wütende Kommentare hagelt: Ich habe keinen Pilgerkoller und bin nicht blasphemisch. Ich bin mir sogar sicher, bis morgen Mittag wird mir Benedikt geantwortet haben. Mehr verrate ich nicht.

Weitere Verweise zu Wo ist Maria?

Kommentare zum Eintrag Wo ist Maria?

Danke für die Kerze Herr Kollege. Gehe davon aus, dass ich meine Bekanntschaft mit dem THW Johannes XXIII. zu verdanken habe.

Wann kommen Sie denn wieder auf´s Feld?

Marcus Bösch am 21.08.05 07:42

Bin unterwegs.

Stefan am 21.08.05 09:47

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Bild von Marcus Bösch, Rechte: WDR

Mein Bett und mein Büro

Marienfeld, irgendwo auf der Wiese

Mein Bett; Rechte: DW/Bösch

Sehr geehrte Damen und Herren, ich präsentiere Ihnen mein Bett. Die dämliche Plane lässt sich jetzt zwar nicht vernünftig auseinanderfalten, aber das ist mir jetzt vollkommen egal. Bis später.

Mein Büro; Rechte: DW/Bösch

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Kommentare zum Eintrag Mein Bett und mein Büro

Hallo, es ist 4:50 Uhr und ich habe gerade mal die Blogs überflogen, Mitleidsvoll habe ich mal das aktuelle Regenradar überflogen. Es sieht so aus das es zumindestens die Nacht über keinen Regen mehr gibt. Zwar kommt vom Südosten ein Regengebiet aber das ist aktuell erst vor Nürnberg. Also weit weg. Muß schon ein tolles Gefühl sein zwischen 850 000 Pilgern zu schlafen.
Ich gehe jetzt lieber auch schlafen. Gute Nacht und noch viel Spaß

Andreas am 21.08.05 04:54

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Bild von Marcus Bösch, Rechte: WDR

Es wird keine Nachtruhe geben

Marienfeld, THW

Jetzt ist etwas Schlaf nötig ; Rechte: DW/Bösch

Nein, liege noch nicht bibbernd in der Kälte. Das kommt jetzt aber gleich. Bin nämlich mit den Kräften am Ende. Habe mir unweit von hier ein schönes und vor allem ruhiges Fleckchen ausgesucht. Eine Gruppe Kalifornier liegt da. Keiner mehr wach. Ideale Voraussetzungen für etwas Schlaf. Den haben die meisten hier offenbar nicht nötig.

Kapelle im Zelt ; Rechte: DW/Bösch

An die große allumfassende Nachtruhe ist nicht mehr zu denken. Die Damen und Herren werden weitermachen - soviel ist klar. Während am Rande des Feldes trotz Verbot kleinere Lagerfeuer lodern (es ist jetzt wirklich ziemlich kalt und nass), drängt sich auch immer noch eine nicht kleiner werdende Menschenmenge in und vor einer improvisierten Zeltkapelle.

Weitere Verweise zu Es wird keine Nachtruhe geben

Kommentare zum Eintrag Es wird keine Nachtruhe geben

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Bild von Stefan Domke, Rechte: WDR

Das größte Schlafzimmer der Welt

Frechen, Parkplatz; aber in Gedanken: Marienfeld

Oh, was habe ich geflucht, als ich meinen neun Kilometer langen Heimweg mit dem Fahrrad antreten musste. Hätte ich mich doch wie der Kollege Blog: Bösch im Baumarkt mit dem Notwendigen versorgt. Dazu dann noch ein Schlafsack samt Isomatte, und ich hätte mir diese Quälerei ersparen und stattdessen die Atmosphäre auf dem Marienfeld genießen können. Eine Nacht im größten Schlafzimmer der Welt. Hätte den Spaniern gelauscht, die ganz am Rand des Areals ein Spontankonzert mit Gitarren begannen, was wohl erst im Morgengrauen enden wird. Oder ich säße jetzt radebrechend mit den netten Portugiesen zusammen, die hier beim WJT alles "so wunderbar" fanden - abgesehen vom Wetter.

Vigil auf dem Marienfeld; Rechte: WDR/Domke

Und genau das ist die Kehrseite einer Nacht im Freien. Als ich ging, kam der Nebel. Und er hatte die Kälte im Schlepptau. Womöglich liegt Kollege Bösch schon jetzt bibbernd unter seiner Baustofffolie. Friert wie so viele, denen ich auf dem Weg zum Ausgang begegnet bin. Schimpft auf all die, die ohne Rücksicht auf Verluste über schon Schlafende hinwegstiefeln, rümpft die Nase, weil von den Toilettenhäuschen fiese Winde herüberwehen. Nein, beneiden tu ich ihn dann doch nicht. Aber wenn ich wieder im Warmen bin, zünd ich Blog: Johannes XXIII. für den Kollegen an.

Ein Foliendach über dem Kopf; Rechte: WDR/Domke

Gerüstet für die Nacht.jpg

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Bild von Marcus Bösch, Rechte: WDR

Danke dem THW Aachen

Marienfeld, THW

Oase ; Rechte: DW/Bösch

Also doch erstmal die Variante A: Strom finden. Eine Oase im Dunkel der Nacht finde ich in der Nähe von Tor 4. Da sitzen - zwischen zwei LKW - zwei Mitarbeiter des Technischen Hilfswerk. An einem Tisch! Mit Licht! Und einem Generator, der Wärme abgibt! Das Allerbeste: Ich darf mich mit dazu setzen, bekomme einen Kanister zum draufsitzen und eine Flasche Eistee.

Bis Montag sind die beiden noch im Einsatz. Vom Ablauf sei das ein ganz normaler Einsatz, erzählen sie mir: "Ist aber schon ein jeckes Gefühl bei den Menschenmassen." Ich bleibe noch kurz hier. Und mache danach eine letze Runde.

P.S. Nach der ganzen Hilfe, kann ich mich jetzt mal revanchieren. Dem urbayrischen Verkäufer vom Natursäfte-Laden Jucy, der dem THW einen Besuch abstattet, kann ich die Fußballergebnisse mitteilen. 1860 München gegen Wuppertal 2 : 1

Weitere Verweise zu Danke dem THW Aachen

Kommentare zum Eintrag Danke dem THW Aachen

Gute Nacht Ihnen dort draußen.
Eine angenehme Nachtruhe und Danke für die Berichterstattung, so bekomme ich doch einen kleinen Einblick in die Stimmung auf dem Marienfeld, wo meine französischen Freunde sich gerade aufhalten.

Sascha Foerster am 21.08.05 01:22

Ja die Jungs und auch die Mädels vom THW sind die Besten !!!!! ALLE

THW allgemein am 21.08.05 14:07

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Bild von Marcus Bösch, Rechte: WDR

Gute Nacht Laura & Ligi

Marienfeld, wo sonst?

Leinwand ; Rechte: DW/Bösch

Ich breche die Suche nach Laura & Ligi ab. Bin dreimal um "D5" gelaufen. Habe aber keine Nonnen gesehen. Nicht mal Italienerinnen. Wahrscheinlich schlafen sie jetzt schon. Haben am Morgen ja bereits wieder um sieben das Haus verlassen. Eine Suche per Großbildleinwand ist da jetzt wenig erfolgversprechend.

Langsam aber sicher brauche ich mal wieder Strom. Langsam aber sicher könnte ich mir aber auch mal eine Schlafgelegenheit suchen.

Weitere Verweise zu Gute Nacht Laura & Ligi

Kommentare zum Eintrag Gute Nacht Laura & Ligi

Es verschlägt einem die Sprache, das waren sage und schreibe 850 000 Pilger, hammerkrass. Also doch ein Erfolg, der Wjt! Wie die Nonnen leg auch ich mich jetzt doch schon früher schlafen, die Nacht durchmachen werde ich nicht.

Eric Hensch am 21.08.05 00:51

Hallo,
habe gerade mit meiner Tochter telefoniert. Die Stimmung ist super - das Wetter ist nicht so schlimm wie erwartet - ich freue mich, dass meine Kinder diesen WJT erleben können - nicht wegen Papst Benedikt - sondern weil sie eine Gemeinschaft spüren, die Freude und Frieden als Botschaft verkündet. Ich denke, dass dies in der heutigen Zeit wichtig ist!
Toll finde ich den Einsatz vom WDR - super gemacht.
Schaue oft auf die Seite

Elisabeth Wiengarten am 21.08.05 01:01

Hey bruder! Ich bin im Montréal, Canada,und yeden tag ich habe die worten das Benedictus spreche und ich habe viel blog gelesen(Is das die wort? Ich bin ein franceusich-canadismus :) und meine deutch ist ser kleine!) -----Die blog von frankreich Agen stadt habe shöne photos ----
Hey! die frieden von Jesu im deine hart yeden tag!
joyeux soit le cœur de ceux qui cherchent Yahweh ! (ps 105)

hier es ist 22:48 samedi/saturday/saturtag- :)
und ich habe dein blog gesehen-ich bin allein im die nacht-mit die photo von deine computer im Marienfeld and sagt das ist cool und mit meine machine und im meine kopft ich bin da mit die 600 000- die cathedrale von die 3 kO¨nig ist im die himmel...

Hey bruder morgen ist ein tag mit fröhlichkeit fur du !
GOT ALLEIN IST IMPORTANT BRUDER!!!
JESU MIT DU!!!

Salut!!!
fröhlichkeit!!
Martin

Martin am 21.08.05 05:13

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Bild von Marcus Bösch, Rechte: WDR

Nachthygiene

Marienfeld, Tor 3

Zähne putzen nicht vergessen ; Rechte: DW/Bösch

Von Nachtruhe kann nicht die Rede sein. Zumindest bei denen nicht die tanzen, singen, klatschen, diskutieren oder von einem Ende des Feldes zum anderen laufen. Dann gibt es die, die jetzt doch langsam schlafen wollen. Und vorher schnell noch die Nachthygiene erledigen.

 A Passion for plastic ; Rechte: DW/Bösch

Alufolie ; Rechte: DW/Bösch

In vielen Bereichen ist es inzwischen aber auch vollkommen still: Fußballfeld große Bereiche, über und über mit Planen, Müllsäcken und dieser Raumfahrtalufolie bedeckt. Zu Tode erschreckt rast hier gerade ein einsamer Feldhase über Pilger in Schlafsäcken. Der Arme dürfte mit den Nerven vollkommen am Ende sein. Zu Hause dürfte er einiges zu berichten haben.

Weitere Verweise zu Nachthygiene

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