
Ich bin zwar ein notorisch unpünktlicher Mensch. Aber fast 90 Minuten zu spät zu einem Gottesdienst erscheinen - das ist selbst mir bisher noch nicht passiert. Immerhin, mir geht es nicht alleine so. Während das Tempo der U-Bahn-Linie 1 zum Blumen pflücken einlädt, überholen uns in einem fort wahre Pilgerströme zu Fuß.
Aber immerhin, für die Weltjugendtags-Besucher gibt es heute eine völlig neue Erfahrung: Sie können in der SONNE wandern.

Als ich - dank meiner Akkreditierung - doch noch Zugang zum völlig überfüllten Stadion finde, ist der große Teil der Heiligen Messe bereits vorüber. Hinter mir an den Absperrungen müssen Tausende zurückbleiben. Sie verfolgen den Gottesdienst auf einer Leinwand vorm Stadion, liegen in der Sonne oder - sie spielen Fußball.
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