Oh, was habe ich geflucht, als ich meinen neun Kilometer langen Heimweg mit dem Fahrrad antreten musste. Hätte ich mich doch wie der Kollege
Bösch im Baumarkt mit dem Notwendigen versorgt. Dazu dann noch ein Schlafsack samt Isomatte, und ich hätte mir diese Quälerei ersparen und stattdessen die Atmosphäre auf dem Marienfeld genießen können. Eine Nacht im größten Schlafzimmer der Welt. Hätte den Spaniern gelauscht, die ganz am Rand des Areals ein Spontankonzert mit Gitarren begannen, was wohl erst im Morgengrauen enden wird. Oder ich säße jetzt radebrechend mit den netten Portugiesen zusammen, die hier beim WJT alles "so wunderbar" fanden - abgesehen vom Wetter.

Und genau das ist die Kehrseite einer Nacht im Freien. Als ich ging, kam der Nebel. Und er hatte die Kälte im Schlepptau. Womöglich liegt Kollege Bösch schon jetzt bibbernd unter seiner Baustofffolie. Friert wie so viele, denen ich auf dem Weg zum Ausgang begegnet bin. Schimpft auf all die, die ohne Rücksicht auf Verluste über schon Schlafende hinwegstiefeln, rümpft die Nase, weil von den Toilettenhäuschen fiese Winde herüberwehen. Nein, beneiden tu ich ihn dann doch nicht. Aber wenn ich wieder im Warmen bin, zünd ich
Johannes XXIII. für den Kollegen an.


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