
Nein, überfüllt ist das "Global Village" vor der Bonner Beethovenhalle wirklich nicht. Aber so ist es eben typisch für das dörfliche Leben. Rund um eine Wiese stehen Infostände. Es geht um die Bewahrung der Schöpfung und erneuerbare Energien. Auf einem Podium werden die Auswirkungen der Globalisierung diskutiert. Während Jugendliche den Doseninhalt aus ihrem Lunchpaket löffeln plädiert der Journalist Franz Alt für die Solarenergie: "Das ist Frieden, weil um Sonne und Wind keine Kriege geführt werden!", schallt es über den Platz.

Als Dorfmittelpunkt wird im "Global Village" eine Solarkirche aufgebaut. Das Hochhieven der Solarelemente ist anstrengend für das Team. Im Schatten Beethovens erholt sich ein "Solarfighter". Der Komponist wirkt mit einer roten Jacke im Denkmal ein bisschen schnupfennäsig. Während draußen das Solardach entsteht, wird im Kircheninneren ein Kreuz mit transparenten Plastikbällen gefüllt. Auf die Bälle können Besucher fromme Wünsche notieren. Zu lesen sind sie nicht – aber vielleicht gehen geheimgebliebene Wünsche ja eher in Erfüllung.

Direkt gegenüber der Kirche quillt aus einer Presse eine lange grüne Wurst heraus. Dies ist zum Glück nicht das Küchenzelt, sondern auch hier geht es um Ökoenergien. Eine Rapsölpresse produziert zum einen Öl und zum anderen Tierfutter. Mit dem ersten Produkt können Pferdestärken gefüttert werden und mit dem zweiten Rindviecher.
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