Ok, ich gebe zu, ich habe bei meinem ÖPNV-Test geschwächelt. Ein wenig aufgeschreckt von den
Blogeinträgen von Stefan und seinem Verkehrschaos mit der Straßenbahn, habe ich mir von Bonn nach Köln eine Fahrt im EC gegönnt. Das geht schnell, weil der Zug durchfährt. Wenn er nicht außerplanmäßig kurz vor dem Ziel "Köln Hauptbahnhof" halten muss.

Die Fahrgäste stehen bereits mit ihrem Gepäck in den Gängen. Eine Schaffnerin fragt den Lokführer per Telefon, was los ist. Sie legt auf und sagt genervt zu einem Kollegen: "Schienenbruch und Weltjugendtag." Danach flötet sie durch die Lautsprecher: "Aufgrund eines Schienenbruchs verzögert sich die Weiterfahrt um wenige Minuten." Der Kollege höhnt: "Ja, ja, das reparieren sie jetzt sofort." Na, prima - das kann dauern! Ich drehe ab und will mich wieder ins Abteil setzen, da fährt der Zug in der Tat wieder an. Ein Wunder? Egal. In Köln nehme ich nach meiner
Erfahrung am Morgen lieber den Hinterausgang und gehe in die U-Bahnstation "Breslauer Platz". Da ist eine selige Ruhe auf dem Bahnsteig. Meine Bahn kommt pünktlich. Und hat noch viele Sitzplätze frei.

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