
Um kurz nach neun stehen Laura & Ligi wieder im Flur. Gut, dass ich mir nach dem Duschen ein Handtuch um die Hüften gebunden habe, als ich – ziemlich unvorbereitet – auf die beiden stoße. Ihre erste Morgenandacht ist vorbei. Einen brandneuen Pilgerrucksack haben Sie im Anschluss bekommen. Und jetzt wollen sie nur schnell ihre eigenen Rucksäcke zurückbringen. Bevor sie wieder aufbrechen, drückt mir Ligi noch eine Plastiktüte mit Essen in die Hand. Das sei für uns. Und obwohl ich bereits gefrühstückt habe, muss ich die WJT-Lebensmittel natürlich sofort probieren.

Mein Menü: marinierter Blumenkohl und Truthahn-Sticks. "Das Beste vom Besten", verspricht die sportliche Verpackung aus der Fleischwarenfabrik Hein aus Hasenberg. Beim Blumenkohl im Gemüsesalat soll es sich laut Verpackung um ein Qualitätsprodukt handeln. Also her damit. Erster Eindruck: Ungenießbar. Die luftgetrocknete Salami aus Truthahn schmeckt wie eine Bifi, die man seit dem letzten Sommerurlaub mit den Eltern 1985 im Auto vergessen hat. Der Blumenkohl mit Gemüse schmeckt so, wie er aussieht. Kommentar meines Mitbewohners: "Die Armen, das müssen die essen?"
Katzenfutter sieht lecker aus dagegen. Uff. Also wenn das wirklich so schmeckt wie Du beschreibst, dann sollte man wirklich vor dem Essen beten. Ich mache das ja sonst aus Überzeugung, aber hier würde ich das aus der Not heraus tun.
Tom Götze am 16.08.05 13:52
also bitte. so hab ich das nie gesagt!
dein mitbewohner christian
Christian am 16.08.05 19:12
äh hallo christian,
dann war das verena. verzeihung.
wir sehen uns im wohnzimmer.
bis später,
marcus
Marcus Bösch am 16.08.05 22:12
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Dybart Simpson am 17.08.05 12:56
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